Habe mal wieder ein interessantes IC gefunden.

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Moderator: T.Hoffmann

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Achim H
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Do, 07.03.13, 11:24

AP7175 von Diodes.
Ist ein LDO-Regler (Ultra Low Drop).

Bild

Eingangsspannung: 1,2 - 3,65V (zum Beispiel: LiFepo-Rundzelle, typ. 3,2V)
Ausgangsspannung (über R1/R2 einstellbar): max. Vin +0,3V
Ausgangsstrom: 3A (dauerhaft), 4A (Peak).

Gehäuse: SO-8, MSOP-8
Und keine Induktivität erforderlich (wäre für einen Linearregler auch etwas ungewöhnlich. Da aber die Ausgangsspannug auch größer als die Eingangsspannung sein kann, auch wieder nicht.).
Datenblatt

Dieses IC (MSOP-8) gibts zum Beispiel bei Mouser: 0,723 EUR/Stück (Netto).
In höheren Stückzahlen (Beispiel: 100 Stück) deutlich günstiger (0,273 EUR/Stück, Netto).

Im Gehäuse SO-8 kostet es etwas mehr: 0,844 EUR/Stück (nur 0,318 EUR/Stück bei Abnahme von 100 Stück, Netto).
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dieter_w
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Do, 07.03.13, 21:36

Achim H hat geschrieben:... Da aber die Ausgangsspannung auch größer als die Eingangsspannung sein kann ...
Und wie wird bei einem *Linearregler* die (nach *Deiner* Deutung des Datenblattinhaltes) höhere Ausgangsspannung gegenüber der Eingangsspannung erreicht?
Wo doch in der Tabelle auf Seite 4 (Mitte) die Drop-out-Spannung erklärt wird ???
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Achim H
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Wie wäre es mit einer Spannungsverdopplung.
Ähnlich: NE555 als Spannungsverdoppler

In den Absolute Maximum Ratings (Seite 3 im Datenblatt) wird die maximal mögliche Ausgangsspannung wie folgt angegeben:
Vout* = -0,3V to Vin +0,3V.

* Vout ist der Wert nachdem der Drop abgezogen wurde.

Ein Hinweis auf eine Spannungsverdopplung ist auch der Bereich für Vcntl: -0,3V to +7,0V
Schon komisch, wo doch nur max. 3,65V angelegt werden dürfen?
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Achim H hat geschrieben: In den Absolute Maximum Ratings (Seite 3 im Datenblatt) wird die maximal mögliche Ausgangsspannung wie folgt angegeben:
Vout* = -0,3V to Vin +0,3V.

Ein Hinweis auf eine Spannungsverdopplung ist auch der Bereich für Vcntl: -0,3V to +7,0V
Schon komisch, wo doch nur max. 3,65V angelegt werden dürfen?
Der Spannungsbereich für Vout ist in den Max Ratings angegeben, falls es dazu kommt, dass der IC rückwärts gespeist wird. Also z.B. ein Akku am Ausgang und eingangsseitig eine Spannung zum Laden, die dann wegfällt. Oder irgend ein anderer Grund, warum am Ausgangspin eine Spannung angelegt wird. Diese Grenze zeigt aber nur auf, ab wann der IC hinüber geht und nicht was er leisten kann.

Der Vcntl Pin dient zur Versorgung der internen Spannungsreferenz. Hier muss zusätzlich zu Vin eine Spannung eingespeist werden und diese darf im alleräußersten Falle bis zu 7 V betragen.

Damit ist das nur ein ganz gewöhnlicher Linearregler...

Wenns wenig Drop sein soll, dann seht euch mal den LTC3025 an:
http://www.linear.com/product/LTC3025
45mV und man kann die BIAS Voltage auch mit Vin zusammen schalten, wenn der Spannungsbereich passt. Ideal um z.B. aus einer Li-Ion Zelle eine 3,3V Schaltung zu versorgen.
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Achim H
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Jetzt bin ich aber ein wenig enttäuscht.
Zum Einen von mir selbst, da ich das Datenblatt offensichtlich völlig falsch gelesen habe,
zum Anderen vom IC.

Ich hatte heraus gelesen, dass man nur eine 1,2 bis 3,65V Spannung anlegen müsste und könnte am Ausgang eine Spannung bis knapp unter 4V (maximal) entnehmen. Und das Ganze auch noch bei 3A Dauerstrom. Eigentlich ideale Voraussetzungen für eine 3A Led, wenn man diese mit einer Lithiumzelle betreiben möchte.

Dass Vcntl eine zusätzliche Spannung darstellt, habe ich erst jetzt gerafft.
Ein fremdspannungsgesteuerter Linearregler ist der absolute Mumpitz, zumal diese Fremdspannung auch noch höher als die Eingangsspannung sein muss.

Falls alle Beteiligten einverstanden sind, löscht bitte den Beitrag.
Die 28 Sternchen dürft ihr meinem Konto wieder abziehen (keine Ahnung wer da so nett war).
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Achim H hat geschrieben: Dass Vcntl eine zusätzliche Spannung darstellt, habe ich erst jetzt gerafft.
Ein fremdspannungsgesteuerter Linearregler ist der absolute Mumpitz, zumal diese Fremdspannung auch noch höher als die Eingangsspannung sein muss.
In mobilen Geräten ist sowas durchaus interessant. Aus dem Lithium-Akku nimmt man die Spannung für Vcntl. Danach schaltet man einen DC/DC Wandler und danach kann man dann mit dem Linearregler nochmals nachregeln, um einen niedrigen Ripple zu erreichen. Die Prozessoren brauchen nämlich meist irgendwas um 1,2V oder 1,8V, was man sonst nicht ohne große Verluste erreichen könnte.
So ein Beispiel ist beim LTC3025 auch im Datenblatt angegeben.
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Fr, 08.03.13, 09:08

Es steht doch aber im Datenblatt, ich hatte auch Deinen Beitrag so verstanden, dass es ein Linearregler ist.
Immerhin bis 4 Ampere und in billig, also durchaus interessant.
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