LED Arbeitsplatzbeleuchtung

Unterbodenbeleuchtung, Pimp my room, usw.

Moderator: T.Hoffmann

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LedBruzzler
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Mi, 08.12.10, 00:41

Als ich heute morgen für meine Klobeleuchtung das bestellte satinierte Plexiglasrohr (54 mm Innendurchmesser) bekommen habe musste ich leider feststellen, dass es irgendwie nicht so zu der seitlich angebrachten Leuchte passt wie ich mir das vorgestellt habe.
Also musste das Rohr anderweitig verwendet werden.

Vor einiger Zeit schon habe ich mal angefangen mir aus einigen Everlight 1W billig LEDs eine Arbeitsplatzbeleuchtung zu
basteln. Diese sollte nun mit einem drittel Ausschnitt aus dem Plexiglasrohr eine Abdeckung bekommen.

Dazu gleich eins vorneweg:
Die LEDs kamen von Pollin und sind im Nachhinein gesehen eher enttäuschend. Nicht nur, dass die Leistung mit 40lm/W nicht gerade mehr zeitgemäß ist, nein, die Lichtfarben der einzelnen LEDs schwanken dermaßen, dass selbst nach manueller Vorselektion noch deutliche Unterschiede erkennbar sind.
Also nicht ärgern, sondern lieber gleich die guten LEDs hier aus dem Shop kaufen!

Hier sieht man den Ausgangszustand des Projektes.
7 Emitter á 1W in Reihe auf einzelnen Kühlkörpern an den Kabeln baumelnd :D
Bald sollen es 8 werden, aber dafür muss ich mir erst noch eine 2-Transistor KSQ bauen, wegen geringerem Drop. Sonst reicht die Spannung net.
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Hier die Stromversorgung.
Ein 24V/310mA Printtrafo, schick in Holz versenkt und mit einer einfachen Schaltung mit Gleichrichter und Konstanstromquelle versehen. Wie ich an anderer Stelle gelernt habe sind diese Trafos sehr ineffizient, also werde ich bei Gelegenheit wohl mal umrüsten. Die KSQ ist ganz einfach mit einem LM317 und einem 50 Ohm Poti regelbar aufgebaut.
Momentan werden die LEDs mit 290mA betrieben, um dem Trafo nicht gleich das Licht auszublasen :D
Alles eher funktionell. Hab leider im Moment nicht sooo viel Zeit, da ich eigentlich Diplomarbeit schreiben müsste *duck* :)
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Hier sieht man nun das versenken der LEDs samt Kühlkörper in den ausgesägten Nischen. So kann nun auch die Wärme besser nach oben abgegeben werden und es wird genug Platz für den Plexiglas-Diffusor geschaffen. Befestigt wird alles wieder mit reichlich Heisskleber.
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Als Befestigung für das Plexiglas hab ich mir ein paar kleine Hochleistungsmagnete bei Pollin bestellt. So kann man die Plexiglas Abdeckung zu Wartungszwecken leicht wieder abnehmen und es sieht von unten sehr sauber aus, da man keine Schrauben sehen kann.
Einer davon wird mit Heisskleber an der vorher gesetzten Innenschraube fixiert.
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Der zweite in ein vorher gebortes Loch im Plexiglas versenkt und auch hier mit Heisskleber fixiert. Das Loch geht nicht ganz durch und ist gerade so breit und tief, dass es den Magneten aufnehmen kann.
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Hier das Ganze ohne Plexi fürs Erste mal schnell von unten ans Regal geschraubt.
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Gebe zu, da hätte ich etwas sauberer Arbeiten können. Die LEDs sind nicht sauber parallel ausgerichtet und die Schnittkanten sind auch sehr Schief (Glaub ich wünsch mir ne Kreissäge zu Weihnachten :) ).
Außerdem sieht man auf den Bildern auch die Farbunterschiede sehr deutlich. In echt ist es zum Glück nicht so schlimm.
Wenn man genau hinschaut sieht man am Ende die fehlende 8te LED.
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Und jetzt in voller Pracht.
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Hier noch mal von weiter weg. Licht ist recht angenehm und eigentlich jetzt schon hell genug.
Wird aber noch besser mit anderem Trafo, der mehr Strom liefert. Dann kann ich das Ganze statt mit 290mA mit 350mA laufen lassen. Und auch die fehlende 8te LED kommt noch dazu. Dann sollte die Lampe in etwa 400lm liefern (laut Datenblatt).
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Bauzeit war etwa 4 Stunden für die Plexiglasabdeckung und den Umbau der bereits bestehenden Leuchte.
Das Ganze ist für mich erstmal ein Proof-Of-Concept und sollte zeigen wie so eine Lampe optisch so rüberkommt. Von daher bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Wenn ich wieder mehr Zeit habe werde ich wohl noch eine zweite Lampe dieser Art bauen. Dann aber mit ordentlichen LEDs von Lumitronix und als freihängende Lampe an zwei Stahlseilen von der Decke baumelnd oder so.

So, Respekt danke für dein Interesse, wenn du alles bis hierher durchgelesen hast ;)
Bin mal gespannt auf eure Meinungen.
Gruß und gn8 zusammen.
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Achim H
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Ein 24V/310mA Printtrafo, schick in Holz versenkt
Und die Kühlkörper gleich hinterher, wenn man sich mal dieses Bild anschaut:
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Auf der einen Seite spendierst Du den Leds je einen Kühlkörper, auf der anderen Seite kann keine Luft heran, um diese zu kühlen. Warme Luft steigt nach oben und hängt damit genau unter dem Regalbrett. So kann kein Wärmeaustausch erfolgen. Bau die Led-Latte mit 1cm Abstand zum darüber liegenden Regalbrett, dann kann die Warmluft auch oben raus.
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Sailor
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Mi, 08.12.10, 07:45

Da hast Du Dir viel Arbeit gemacht!

Statt der Holzleiste hätte ich zu einem Alu-Profil (L-, U- oder E-Profil) gegriffen, alle LED´s von unten aufgeschraubt und bei Bedarf die Kühlkörper noch auf die Rückseite gesetzt.

So sind auch die LED´s leichter auszurichten.

Auch wenn Achim keinen Abstand zum darüberliegenden Regal sieht - nach den Haltewinkeln zu urteilen reicht er aus.
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strenter
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Mi, 08.12.10, 07:53

Sailor hat geschrieben:Auch wenn Achim keinen Abstand zum darüberliegenden Regal sieht - nach den Haltewinkeln zu urteilen reicht er aus.
Genauer gesagt scheinen die Abstandshölzer links und rechts, die man in der dritten Bildzeile rechts sehen kann, mit angeschraubt worden zu sein. Der Eindruck der direkt angebauten Holzlatte kommt daher, dass halt nur sehr wenige in 3D fotografieren. ;)
Und wenn man genau schaut ist auch links das Abstandsklötzchen zu sehen bei der angebauten Leiste.
pantau
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Mi, 08.12.10, 09:43

Schön beschrieben. Auf dem untersten Bild kann man sehen dass es einen Abstand gibt, der Winkel hat nämlich eine Ausbuchtung nach unten und das Brett läuft darunter durch.
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ryestone
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Mi, 08.12.10, 11:18

Ich denke, es wäre trotz allem besser, wenn die Kühlkörper nicht so weit im Holz versenkt wären, damit der "Wind" durch die Kühlrippen "pfeifen" kann. Das hätte auch den Nebeneffekt, dass die LEDs einen etwas größeren Abstand zum Plexiglas hätten und die Ausleuchtung noch etwas homogener wird.
Aber großes Lob und natürlich Sterne für die ausführliche und gut bebilderte Bauanleitung.
pantau
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Mi, 08.12.10, 13:20

Ja aber wenn sie nicht so tief versenkt sind kommt er dem Plexi doch näher, oder nicht ?
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ryestone
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Mi, 08.12.10, 13:35

Schau Dir mal das vierte Bild an, vielleicht weisst Du dann was ich meine.
Wenn die Kühlkörper auf der Rückseite weniger versenkt sind, dann sind die LEDs auf der Vorderseite mehr versenkt und somit weiter vom Plexiglas entfernt.
Capiche?
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LedBruzzler
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Sa, 11.12.10, 12:02

So hier nochmal ein Update der Arbeiten.

Als erstes mal der aktuelle Stand in der Übersicht :)
Ganz rechts hab ich jetzt die 8te LED auch noch eingebaut. Außerdem wird das Ganze jetzt mit 330mA bestromt und die LEDs wurden wie hier bereits vorgeschalgen etwas weiter ins Holz hinein versenkt, um eine homogenere Ausleuchtung zu erreichen.
Auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht, ist es dennoch besser geworden.
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Hier nochmal der Seitenblick mit den versenkten LEDs.
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Hier die vieldiskutierten Abstandshalter nach oben nochmal aus der Nähe :D
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Das ist meine neue KSQ zum experimentieren. Solange ich kein ordentliches Schaltnetzteil mit 28V Ausgangsspannung finde bleibt die erstmal hier im Einsatz.
Es ist eine klassische 2-Transistor KSQ mit einem 50Ohm Poti zur Einstellung der Strombegrenzung. Der Leistungstransistor hällt immerhin 10A aus. Sollte reichen ;)
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Hier die Rückseite des Kühlkörpers mit dem Regeltransistor. Schön mit Wärmeleitpaste an de Kühlkörper gedrückt, da sich das Regelverhalten bei enger thermischer Kopplung der Transistoren verbessert.
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Achso, die alte 24V Stromversorgung hat dann doch nicht mehr ganz gereicht. Mit 8 LEDs brauche ich etwa 28V (26,4V an den LEDs), deshalb hab ich ein altes Druckernetzteil reaktiviert, dass ganze 30V liefert. Ist allerdings auch kein Schaltnetzteil. Also auch nicht so der Hit.
xaverl4
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Sa, 11.12.10, 12:55

endlich eine richtige KSQ, denn das erste mit dem LM317 war ja eine Konstant Spannungsquelle.

Aber schönes Projekt gefällt mir
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xaverl4 hat geschrieben:endlich eine richtige KSQ, denn das erste mit dem LM317 war ja eine Konstant Spannungsquelle.
Hatte den LM317 schon als KSQ beschalten. Das geht nahezu allen Spannungsreglern. Siehe zum Beispiel hier. Das Problem ist dabei eher das die LM317 KSQ mindestens einen Drop von 4,25V hat. Das ist schon sehr viel im Vergleich zu der 2-Transistor Variante mit 0,6V. Dafür ist die LM317 Variante sehr einsteigerfreundlich, da einfch aufzubauen und abzustimmen.
xaverl4 hat geschrieben:Aber schönes Projekt gefällt mir
Dankeschön. Lob hört man immer gerne :)
xaverl4
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Sa, 11.12.10, 15:44

ja wenn du einen Shunt eingebaut hast, hast sicher wieder eine KSQ :D
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