Powermoon Strahler defekt

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Moderator: T.Hoffmann

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Achim H
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So, 29.01.17, 21:33

Vorzugsweise mit einer Konstantstromquelle, alternativ mit einem Festspannungsnetzgerät + Vorwiderstand.
Geeignete KSQ: Meanwell PLM-12-350 (22-36V @ 350mA)
Zum Testen reicht 1 Sekunde, auch ohne Kühlkörper.

Wichtig:
erst die Led an den Ausgang der KSQ anschließen und erst dann die KSQ an die Netzspannung schalten.

Machst Du es anders herum, dann hat sich der Kondensator am Ausgang der KSQ bereits bis zum Maximum aufgeladen. Wird dann die Led angeschlossen, entlädt sich der Kondensator schlagartig. Dabei fließt ein Strom, der um ein Vielfaches höher ist, als auf der KSQ aufgedruckt. Möglicherweise stirbt die Led dabei.
dieterr hat geschrieben:Da das Teil ja nicht mehr tut, hilft so lassen ja aber auch recht wenig
Gemeint war nach Reparatur bzw. Austausch der defekten Bauteile.


Eventuell gibt es noch eine halbwegs günstige Möglichkeit, die Leds mit Konstantstromquellen zu versorgen. Ich weiß bloß nicht, ob das, was ich mit da ausgedacht habe, auch zulässig/erlaubt ist.

Die Idee: man schaltet 9 Stück LDD-1000L eingangsseitig in Reihe. Jede KSQ versorgt nur jeweils 1 Led. Für 18 Leds sind 18 KSQ erforderlich.

Der Widerstand R1 muss eventuell noch angepasst werden. Gedacht war, dort drüber bis zu 33V abfallen zu lassen, sodass auch eine Netzspannung mit 230V + 10% = 253V möglich ist (gleichgerichtet wären das ca. 355,5V DC). Die 9 KSQs in Reihe dürfen 9 x max. 36V = max. 324V erhalten.
Der Varistor wird bei 320V DC leitend. 320V + 33V über den Vorwiderstand wären 353V.
Im Normalbetrieb (Netzspannung mit 0% Netzschwankung) würden die KSQs zusammen 323V - 33V über den Vorwiderstand = 290V erhalten.
290V / 9 KSQs = 32,2V --> sollte für 1 Led ausreichen.
dieterr
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So, 29.01.17, 22:04

Ich sehe gerade Achim war schneller, ich hätte zwar nur 100mA genommen, ist aber unwichtig. Alternativ kannst du auch ein Labornetzteil nehmen, soweit verfügbar natürlich.

Achim, ich habe bei deinem Vorschlag so ein ungutes Gefühl, ohne jetzt genau sagen zu können warum. Aber Netzteile in Serie zu schalten sieht in der Theorie gut aus, in der Praxis müssen alles dann aber immer gleich belastet werden (was in dem Fall ja auch so sein soll), aber ich meinte, sie müssen dann aber auch immer für die maximale Spannung ausgelegt sein.
Und so was bei Netzspannung und 500W elektrischer Leistung. Ich weiß nicht so recht :?

Falls die COBs noch funktionieren:
Ich hätte einen ganz anderen Ansatz: Schaltnetzteil auf 24V, dann pro COB einen Konstantstrom step-up Wandler /booster mit LM2577 einsetzen.
Das sind dann zwar bei den 24V in der Summer auch ein paar Ampere, aber ich würde mich im Selbstbau deutlich wohler fühlen. Und die Booster kosten mit 1€/St. nicht die Welt. Arbeitszeit für den Umbau natürlich nicht eingerechnet.

Ergänzung: sollte das das Original sein http://fastvoice.net/2014/12/26/nur-noc ... ederrhein/, sieht mit die defekte nicht so unähnlich. Und die verbauten Wagos deuten ja auch mehr auf deutsche Kleinserie, denn als Chinaimport hin.

Nachtrag 2: die Teile hängen laut Info aber nicht direkt am Netz, sondern haben ein "Vorschaltgerät", was immer auch sich darin befindet. Oder ist das in deinem Fall anders?
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Achim H
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Achim, ich habe bei deinem Vorschlag so ein ungutes Gefühl, ohne jetzt genau sagen zu können warum.

Ich auch.
Aber Netzteile in Serie zu schalten sieht in der Theorie gut aus, in der Praxis müssen alles dann aber immer gleich belastet werden (was in dem Fall ja auch so sein soll), aber ich meinte, sie müssen dann aber auch immer für die maximale Spannung ausgelegt sein.

Die maximal mögliche Netzspannung (230V AC + 10%) hatte ich mit einkalkuliert.
Zusätzlich habe ich noch einen Varistor eingebaut, der einen Kurzschluss produziert und die Sicherung auslöst --> ab ca. 353V DC (entspricht 230V AC + ca. 9,28% mehr).

Eine Led braucht ca. 27,5V @ 1000mA
Die DC/DC-Wandler würden im Normalbetrieb (230V AC ohne Netzsschwankungen) + Vorwiderstand ca. 32,2V erhalten. Müsste ausreichen, um daraus ca. 27,5V herstellen zu können.
Bei einer Spannung kleiner 353V (230V AC + ca. 9,28% = ca. 251V AC) + Vorwiderstand würden die DC/DC-Wandler max. 35,55V erhalten. Und das liegt noch unter den max. erlaubten 36V.

Die Leistung des Vorwiderstandes sollte auf 50W erhöht werden (in der Schematik falsch deklariert).
Oder 2 Stück mit jeweils 25W in Reihe oder 2 (vorzugsweise gleiche) Widerstände parallel schalten.
t_schulz
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Mo, 30.01.17, 08:25

Der Plan mit den eingangsseitig in Reihe geschalteten KSQs ist auf den ersten Blick ganz cool, wird aber leider nicht funktionieren.

Mit passiven Bauelementen (Widerstand) würde es gehen.
Die Summe der Widerstände gibt den Strom vor und an jedem Widerstand fällt entsprechend eine Spannung ab.

Die Eingangsimpedanzen eines Netzteils sind leider nicht so freundlich, sich genau so zu verhalten.
Da spielt ein bisschen Theorie rein, ich habe sowas aber auch schon versucht. [bumm] :lol:

man muss ja nicht jede Erfahrung selbst machen.
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Achim H
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Sowas ähnliches hatte ich mir schon gedacht.
Bevor man sowas baut, sollte man sich immer schlau machen.
Ich habe deshalb eine Mail an Meanwell Europe (in NL) gestellt, dessen Antwort aber noch aussteht.
Aber wenn Du sagst/schreibst, dass das nicht geht (weil Bumm), dann hat sich diese Idee erledigt.
t_schulz
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Mo, 30.01.17, 08:39

vielleicht machen die Teile ja eine Ausnahme?... :wink:
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Mo, 30.01.17, 19:21

Leider konnte ich weder auf den wiederständen, noch auf dem Dreibein irgendeine Bezeichnung finden. Auf dem Bimetallschalter fehlt leider auch die Hälfte der zweiten Zahl. Die Kondensatoren habe ich inzwischen schon einmal erhalten...
Dateianhänge
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Der Thermostat ist von Eska, Serie 36T, Typ 36TXE21. Der Schlüssel 611944 steht für die Standardbauform mit Anschlüsse horizontal. Der Thermoschalter öffnet bei 130°C und schließt bei 100°C. Schaltspannung: max. 250V AC; Schaltstrom: max. 10A.

Siehe dieses Datenblatt auf Seite 7:
Übersicht Temperatursicherung 2012 (PDF, 20 Seiten, deutsch, 4.2MB).

Den gleichen Typ mit horizontalen Anschlüssen habe ich nicht gefunden.
Link zu Conrad:
Bimetallschalter von Eska, 130°C --> such Dir einen aus.
dieterr
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Mo, 30.01.17, 21:26

Das sind Bimetall-Temperaturschalter wie diese, nur mit horizontalen Kontakten https://www.voelkner.de/products/40607/ ... n-130.html

Aber diese Info wäre möglicherweise noch ganz interessant. Mit "die Teile" meinte ich den ganzen Powermoon:
dieterr hat geschrieben: Nachtrag 2: die Teile hängen laut Info aber nicht direkt am Netz, sondern haben ein "Vorschaltgerät", was immer auch sich darin befindet. Oder ist das in deinem Fall anders?
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