negative Halbwelle

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

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FuchZ
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Fr, 29.02.08, 01:09

Hallo und einen schönen gut´n abend :D

Da ich mit meinern Scheinwerfern momentan Stoppen musste habe ich aus langeweile das Tacho des Roller´s auf LED umgebaut.
Sop, jetzt meint jemand zu mir "pass auf wegen der negativen Halbwelle die killt dir die led´s"
öhm ja klar mach ich...

WAS IST DAS?!

wiegesagt es dreht sich um einen roller mit 12v bleigel batt

die LEDS sind 11,6-16v belastbar (reihe) gesetzt und schnappen sich den saft ausm tacho, woher vorher birnen saßen...
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Sailor
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Fr, 29.02.08, 07:58

Wenn ein Akku eingebaut ist, kannst Du die Aussage vergessen. Dann liefert deine Lichtmaschine/Zündspule Gleichsspannung an den Akku und an die Beleuchtung.

Bei einigen Zweirädern wird (immer noch?) die Spannung von der Zündspule direkt auch zur Beleuchtung genutzt. Ein Zwischenspeicher (Akku) ist nicht vorhanden. Nur bei dieser Konfiguration entsteht auch ein negativer Spannungsanteil, der die LED´s zerstören könnte.

Beim Betrieb mit Akku würde dieser negative Spannungsanteil den Akku zerstören. Daher ist zumindest eine Diode vorhanden, die das verhindert.
FuchZ
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Fr, 29.02.08, 09:20

poaa, da bin ich ja froh da wär die arbeit komplett umsonst gewesen :D:D:D

Hier hab diesen Text grad gefunden falls wer interresse hat, ist nicht von mir geschrieben... :roll:

--- :idea:

Die Lichtmaschine der Sfera hat mehrere Spulen, die getrennte Stromkreise versorgen. Die Beleuchtung läuft nicht über die Batterie, wird also von einer extra Spule mit Strom versorgt. Für das Laden der Batterie ist eine weitere Spule zuständig. Es handelt sich also nicht um 1 Phasen Drehstrom, nicht 3Phasen, wie bei manch anderem Roller.

Der Laderegler nutzt dabei auch nur die negative Halbwelle, für die positive Halbwelle ist er hochohmig (Einweggleichrichtung). Es ist ein Negativregler, eine Seite der Ladespule ist an Plus, die andere Seite am Regler, worüber der Kontakt zu Masse hergestellt oder unterbrochen wird, je nach Ladezustand. Ist die Batteriespannung unterhalb von ca. 13.5-14.4 Volt, wird jede negative Halbwelle zur Batterie durchgeschaltet, worüber dann Ladeströme bis etwa 8 A fließen können. Ist hingegen die Batteriespannung über der Ladeendspannung, wird die negative Halbwelle nicht durchgeschaltet und die Batterie damit nicht mit Spannung versorgt. Die Spule läuft in diesem Fall leer.

Im Regler ist vermutlich ein Thyristor verbaut, der zündet, falls die Batteriespannung niedriger als der Schwellwert ist.

Der Regler hat 5 Anschlüsse: A, A, G, +B, GND. Vermutlich dienen die beiden A-A nur als Übergangsstecker für die Verkabelung und werden nicht für die eigentliche Laderegelung benötigt. Hierüber läuft die Spannung des zweiten Stromkreises, der für die Beleuchtung zuständig ist. Merkwürdigerweise gibt es aber trotzdem irgendeine elektrische Verbindung zur Ladeelektronik, die mir nicht ganz klar ist. Der Regler funktioniert aber auch ohne Verkabelung an A-A.

An G ist die Generatorspule angeschlossen. +B ist der Anschluß zur Batterie, GND ist Masse.

Testen kann man den Regler mit zwei Gleichspannungsnetzteilen. Zuerst schließt man ein Netzteil zwischen +B (Plus) und G (Minus) an. Der Ausgang wird erstmal mit einer 12 V Lampe belastet (z.B. 5 Watt Lampe) (zwischen +B und Masse). Wenn man nun die Spannung langsam bis 16 Volt hochfährt, sollte die Lampe stetig heller werden. Weil die Last keine Spannung in den Regler speißt, ist dieser durchgeschaltet. Dreht man das Netzteil polungsmäßig um, dürfte kein Strom fließen und die Lampe ist aus.

Schließt man nun am Ausgang ein Netzteil mit z.B. 15 Volt Gleichspannung an und dreht dann langsam das andere Netzteil hoch, sollte der Ausgang stabil auf 15 Volt bleiben, also nicht mit der Spannung des Eingangsnetzteiles angehoben werden, selbst wenn dies auf 20-25 Volt hochgedreht wird. Vorsicht: Im Fehlerfall wird in das zweite Netzteil eine höhere Spannung eingespeißt, wofür dieses geeignet sein muss.

Der Laderegler ist übrigens das Zigarettenschachtelgroße Teil im gerippten Aludruckgußgehäuse. Hersteller ist typischerweise DUCATI. Untergebracht auf der rechten Seiten unter der Verkleidung.

Der Laderegler wird manchmal auch als Gleichrichter bezeichnet, was natürlich technisch nicht korrekt ist.
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Sailor
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Fr, 29.02.08, 10:32

Wenn die Beleuchtung nicht über die Batterie läuft ist doch eine Gleichrichtung erforderlich. Dazu reicht eine Diode in der Leitung zu den LED´s (z.B. aus der 1 N 400x - Reihe)..
FuchZ
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Fr, 29.02.08, 11:28

gut jetzt hab ich natürlich wieder keine ahnung was die "1 N 400x" Reihe ist :D
würde es gehen eine sperrdiode einzubauen, ich darf mich schon als anfänger bezeichnen oder ;) fg*
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Fr, 29.02.08, 11:34

Das sind eine einfache, billige Standartdioden, natürlich gehen auch andere Typen.
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Volker K.
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Fr, 29.02.08, 12:28

Eine LED ist doch auch eine Diode, nur das sie den positiven Effekt hat Licht zu emmitieren. Wenn du da nicht riessige Stroeme in Sperrichtung versuchst durchzuhauen sollte eigentlich nichts passieren.
Synthy82
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Fr, 29.02.08, 12:40

Die Sperrspannungsfestigkeit von LEDs ist nicht sehr groß! Ich würde bei unverändertem Setup mal n Multimeter ranhalten und Gleich- und Wechselspannungsanteil des anliegenden Signals messen. Ist der Wechselspannungsanteil größer, wird in jedem Fall eine Gleichrichtung benötigt. Diese führst du am besten als Zweiweggleichrichtung (Graetz-Schaltung, keine Garantie auf die Schreibweise) aus - je nach Höhe des noch möglichen Spannungsdrops entweder mit normalen Si-Dioden oder mit Schottkydioden.
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Fr, 29.02.08, 12:59

Bei den Spannungsverhältnissen reicht eine "normale" Diode in der Zuleitung. Mehr Aufwand lohnt sich nicht, da die Fequenz schon recht hoch wird.
Synthy82
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Wie hoch ist sie denn noch im Standgas?
Jetzt weiß ich nicht, wie die Lichtmaschine gewickelt ist, ich hätte bei Einweggleichrichtung und hoher Belastung Angst, dass es unrund läuft oder "rubblig" wird..
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