Solarleuchte im Eigenbau - Bauteileauslegung

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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greencap
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Do, 22.07.10, 09:13

So, habe mir mittlerweile die nötigen Teile besorgt und zusammengebastelt. Nur das Solarmodul und den LiFePO4-Akku muß ich noch kaufen.
Beim Bau ergaben sich einige kleinere Änderungen:
1.: R8 = 8,2 statt 8
2.: D1 = 90SQ045 statt BAT60A (laut Verkäufer leistungsfähiger und soll passen; Vorteil: kein SMD!). Gehen hiermit weitere relevante Änderungen einher, bzw. wird es mit dem Bauteil Probleme geben?
3.: Das Bauteil Q5 trägt den Aufdruck C557C und nicht BC557C ... macht dies einen Unterschied, ist dieser relevant?
4: Q6 = BD241B statt BD241C

Habe bisher mit zwei in Reihe geschalteten 1,5 V Batterien den Leuchtkreis des Aufbaus getestet...die LED leuchtet dabei sehr hell. Bei einer 1, V Batterie blieb die LED aus.

Den übrigen Teil der Schaltung konnte ich bisher mangels Solarmodul noch nicht testen. Werde dies möglichst bald tun.
Eine offene Frage ist halt, wie sich die Änderung der Schottky Diode (90SQ045 statt BAT60A) auswirkt...

Ach ja, Batterie habe ich vor und hinter dem Supercap C1 angeschlossen. Solarmodul wird bei V1 angeschlossen, oder? Da ist der Schaltplan zumindest etwas abweichend...

Was hat es in dem Schaltplan eigentlich mit der ins Leere gehenden Verbindung mittig-unten auf sich? Soll dort noch etwas angeschlossen werden?

@Borax:
Vielen Dank noch mal für die Schaltung!

Viele Grüße,
Greencap
Borax
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Do, 22.07.10, 16:54

Ach ja, Batterie habe ich vor und hinter dem Supercap C1 angeschlossen.
Du hättest vielleicht ein bisschen mehr hier mitlesen sollen... C1 soll den Akku darstellen! Er ist nicht Teil der Schaltung (was Sailor auch schon mal geschrieben hatte: viewtopic.php?p=119619#p119619
Dasselbe gilt für den Widerstand R8. Diese Bauteile sind nur für die Simulation der Schaltung wichtig/erforderlich, im realen Aufbau haben sie nichts verloren (ok ein 'Supercap' schadet nichts, ist aber auch völlig unnötig - vielleicht kannst Du den ja noch zurückgeben - die Dinger sind schließlich teuer). R8 ist schon im Solarmodul integriert (das ist der unvermeidbare Innenwiderstand eines Solarmoduls), und sollte definitiv nicht eingebaut werden, weil er nur die Effizienz der Schaltung herabsetzen würde. Die 90SQ045 Diode statt BAT60A geht, ist halt nicht ideal. Die 90SQ045 ist für hohe Ströme optimiert (9A!), nicht für einen möglichst geringen Verlust bei moderatem Strom. Aber 'schlecht' ist die auch nicht und Änderungen am Schaltplan sind auch nicht erforderlich.
Was hat es in dem Schaltplan eigentlich mit der ins Leere gehenden Verbindung mittig-unten auf sich?
Da ist Masse angeschlossen (auch nur für die Simulation erforderlich).
Bauteil Q5 trägt den Aufdruck C557C und nicht BC557C und Q6 = BD241B statt BD241C
macht keinen Unterschied.

WICHTIG: Da Du anscheinend (noch) nicht 100% mit Elektronik vertraut bist, bitte vor dem Zusammenbau alle Datenblätter/Anschlusspläne der Bauteile besorgen - die gibt es alle im Internet. Zum Beispiel ist die Reihenfolge der Anschlüsse bei den Transistoren nicht einheitlich... Bei den 'kleinen' (z.B. BC557C) ist Basis in der Mitte, aber beim BD241 nicht!
greencap
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Do, 22.07.10, 22:26

Hallo, vielen Dank für die Antwort...und ja, da hätte ich wohl etwas genauer lesen sollen. Die Datenblätter habe ich immer zu finden versucht, ob ich diese immer richtig umgesetzt habe, weiß ich nicht. Schreibe gerade einen Schaltplan für eine Steckplatine. Werde diesen demnächst hier hochladen, vielleicht gibt es ja noch andere Leute, die das einfache zusammenstecken dem Löten vorziehen...außerdem kann der Schaltplan dann hier ggf. korrigiert, bzw. weiterentwickelt oder angepaßt werden.

MfG,
greencap

P.S.: 90SQ045 Diode statt BAT60A hat den großen Vorteil, daß die 90SQ045 kein SMD Teil ist. Ich kann leider nicht SMD löten und kenne leider niemanden, der mir SMD löten könnte. Wenn es sonst noch geeignetere (nicht SMD) Dioden gibt, gerne.
greencap
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Do, 22.07.10, 22:53

So...nun ist der Schaltplan für die Steckplatine halbwegs fertig. Erstellt wurde der Plan mit der Open Source Software FRITZING, welche unter
http://fritzing.org/download/
kostenlos heruntergeladen werden kann.

An einigen Stellen mußte bei den Bauteilen etwas improvisiert werden, die Beschriftungen der Teile stehen jedoch an den Bauteilen.

Hier der erste Entwurf einer Solarleuchte im Eigenbau ohne löten...

Viele Grüße,
greencap

P.S.: @Borax: müssen in Deiner Schaltung die Potentiometer noch eingestellt werden?
Dateianhänge
solarleuchte-ohne-loeten-steckplatine-v0001c.zip
Schaltplan Solarleuchte im Eigenbau für Steckplatine mit 400 Kontakten auf Basis des Schaltplans von Borax
(22.18 KiB) 314-mal heruntergeladen
solarleuchte-ohne-loeten-steckplatine-v0001c.png
Abbild des Schaltplans für die Steckplatine
Borax
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Fr, 23.07.10, 08:37

Ich kann leider nicht SMD löten
Wenn Du überhaupt löten kannst, dann kannst Du auch eine BAT60A verlöten. Weil es hier nur zwei Anschlüsse gibt, ist das nicht viel schwieriger als eine andere kleine Diode zu verlöten. Du kannst auch einfach zwei Drähte anlöten und die BAT60A dann wie ein bedrahtetes Bauteil verwenden. Nur ein wenig aufpassen, weil mechanisch sind die natürlich schon etwas empfindlicher als so eine 'dicke' 90SQ045.
...müssen in Deiner Schaltung die Potentiometer noch eingestellt werden?
Ja. Habe ich auch mehrfach erwähnt:
Auch hier gilt: Einmessen ist wichtig!
Betrifft nicht nur die Potis, sondern ggf. auch den 10 Ohm Widerstand vor der LED. LEDs haben zwar einen definierten Strom bei dem sie betrieben werden wollen, aber nicht wirklich eine definierte Spannung bei der dieser Strom auch fließt. Meist liegt der Bereich der Flussspannung (die Spannung die erforderlich ist, damit ein bestimmter Strom fließt) bei etwa 10-20% um die angegebene 'typische' Spannung. Bei der RAIJIN NSPLR70CSS-K1 ist als typische Spannung für 20mA ein Wert von 2.8V angegeben. Bei der typischen 'Streubreite' kann also bei Deiner speziellen LED die für 20mA Strom erforderliche Spannung zwischen etwa 2.6V und knapp 3V liegen. Das muss man selbst ausmessen (siehe z.B. hier: viewtopic.php?f=23&t=2091 ). Der anvisierte Strom liegt bei vollem Akku (3.4V) bei 30mA. Je nachdem welche LED Du 'erwischt' hast, kann dafür ein Vorwiderstand (R4) zwischen etwa 5Ohm und 20Ohm erforderlich sein.
Auch die Widerstände, Transistoren... haben alle gewisse Toleranzen. Daher muss auch das Poti P3 so eingestellt werden, dass eben die Solarspannungsregelung genau bei 3.4V 'greift'. Das kann bei der angegebenen Stellung des Potis der Fall sein (genau in der Mitte), aber auch durchaus bei 40% bzw. 60% Drehwinkel. Das muss man messen, anders geht es nicht.
Hierzu wird einfach die Solarzelle (Polung beachten!) angeschlossen, aber nicht der Akku. Dann ein Messgerät (im Spannungsmessbereich) anstatt dem Akku anschließen und (bei hinreichend Licht! Spannung an der nicht angeschlossenen Solarzelle (='Leerlaufspannung') sollte bei mind. 4.5V liegen) das Poti P3 so einstellen, dass der Wert von 3.4V genau erreicht wird.
Das Poti P2 ist 'unkritisch', hier wird ja nur eingestellt, ab wann es dunkel genug ist, um die Solarleuchte (respektive die LED) einzuschalten. Das ist mehr 'Geschmackssache'.
greencap
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Fr, 23.07.10, 11:11

Hey Borax, vielen Dank für die ausführliche Beschreibung zum einmessen. Ich werde dann alles so justieren, sobald ich das Solarmodul und den LiFePO4-Akku habe. Gut, werde versuchen die Schottky-Diode BAT60A aufzutreiben, wenn sich das doch sehr spürbar auf die Effizienz auswirkt.

Viele Grüße,
Greencap

P.S.: Mein Verkäufer meinte, anstelle des BC547C an Q2 sei ein BC337 besser geeignet. Was ist von diesem Ratschlag zu halten?
Borax
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Fr, 23.07.10, 11:37

werde versuchen die Schottky-Diode BAT60A aufzutreiben
Also viel Aufwand würde ich da nicht reinstecken... Der Effizienzunterschied dürfte unter 5% liegen.
Ich kenne ja Deinen Verkäufer nicht, die BAT60A gibt es bei Conrad: http://www.conrad.de/ce/de/product/1540 ... 0A-SOD-323

Wegen BC547C / BC337: Spielt hier keine Rolle. Der maximale Strom liegt ja unter 50mA, das kann auch der BC547C genauso gut schalten wie der BC337. Sprich ist einfach egal.

Noch was... Wegen Deinem Steckbrett-Plan: Falls ich mich langweile schau ich den vielleicht mal an, aber nur, wenn der etwas besser lesbar ist (größer und schärfer).
greencap
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Fr, 23.07.10, 12:49

Hier der Steckplan vergrößert und mit verkürzten Bezeichnungen. Die LED wurde zur Verbesserung der Übersicht weggelassen, sollte klar sein, wo diese hingehört. Die Überbrückunsdrähte zu drei der vier Sockeln der LED dienen ausschließlich dem besseren Halt der LED in der Steckplatine.

Viele Grüße,
Greencap

P.S.: In der .zip Datei befindet sich der originale Steckplan. Dieser kann entzippt und mit FRITZING (open source) geöffnet und verändert werden.
Dateianhänge
solarleuchte-ohne-loeten-steckplatine-v0001e-vereinfacht-ohne-details-v001.zip
vereinfachter Steckplan (keine Details) der Solarleuchte im Eigenbau ohne löten nach der Schaltung von Borax für einen LiFePO4-Akku
(21.52 KiB) 215-mal heruntergeladen
solarleuchte-ohne-loeten-steckplatine-v0001e.zip
ausführlicher Steckplan der Solarleuchte im Eigenbau ohne löten nach der Schaltung von Borax für einen LiFePO4-Akku
(21.46 KiB) 232-mal heruntergeladen
solarleuchte-ohne-loeten-steckplatine-v0001e-vereinfacht.png
Abbild des Steckplans der Solarleuchte im Eigenbau ohne löten nach der Schaltung von Borax für einen LiFePO4-Akku
greencap
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Fr, 23.07.10, 13:32

So sieht es optisch ein wenig schöner aus...
Dateianhänge
solarleuchte-ohne-loeten-steckplatine-v0001f.zip
ausführlicher Steckplan der Solarleuchte im Eigenbau ohne löten nach der Schaltung von Borax für einen LiFePO4-Akku
(21.29 KiB) 218-mal heruntergeladen
solarleuchte-ohne-loeten-steckplatine-v0001f-vereinfacht-ohne-details-v001.zip
vereinfachter Steckplan (keine Details) der Solarleuchte im Eigenbau ohne löten nach der Schaltung von Borax für einen LiFePO4-Akku
(21.45 KiB) 198-mal heruntergeladen
solarleuchte-ohne-loeten-steckplatine-v0001f-vereinfacht.png
Abbild des Steckplans der Solarleuchte im Eigenbau ohne löten nach der Schaltung von Borax für einen LiFePO4-Akku
SaE
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So, 16.01.11, 21:24

Hallo,

ich habe vor, die Schaltung mit dem PR4403 aufzubauen. Ich bin mir aber noch nicht ganz schlüssig, welche Solarzelle ich für die Schaltung nehmen soll. Ausreichen würde ja eine 2,4V Zelle.

Im Moment tendiere ich zu einer 5V/150mA Zelle. Die mag zwar auf den ersten Blick überdimensioniert sein und man muss natürlich aufpassen, dass der Akku nicht überladen wird, wäre dann noch die Frage wie, aber wann hat man schonmal die volle Sonneneinstrahlung. Bei der dimensionierten Zelle hätte man auch bei dunkleren Tagen noch recht viel Leistung. Als Akku hab ich hier 1,2V/2200mAh.

Kann man die 5V/150mA Zelle bedenkenlos verwenden oder doch lieber einer mit kleinerer Spannung?

Hat jemand Vorschläge, welche Zelle man sonst verwenden könnte?

Beste Grüße
SaE
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Qs'Tree
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Mi, 19.01.11, 00:11

Tach,
die Solarzelle könnte auch zum Laden von drei in Reihe geschalteter 1,2V Akkus verwendet werden. Damit kann der PR4403 aber nix anfangen. Du kannst zur Sicherheit auch einen leistungsstärkeren Akku verwenden. Gerade im Hochsommer wird der Akku wohl nicht genug Kapazität für die Solarzelle haben, das sollte aber dennoch kein Problem für Akku & Solarzelle darstellen.

Damit herzlich Willkommen im Forum.

greetz Qs'Tree
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Fr, 21.01.11, 09:04

Hallo Forum,

Ich habe ein sehr großes Einliegen an euch , ich brauche umbedingt eure Hilfe.

Und zwar gehe ich derzeit in die 10-Klasse (Realschule) und muss in Technik (Prüfung) eine Solarlampe bauen (mit einem gehäuse) , sie sollte einfach funktionstüchtig sein :)

Nun meine Fragen könnte mir jemand dabei helfen ? , ich bräuchte einen einfachen Schaltplan und dazu eine Erklärung wie man es baut etc. :) , und eine Materialliste (auch wo man es bestellen kann) , ich wäre euch zutiefst dankbar wenn mir jemand helfen könnte wie ich das alles am besten anstelle :)

mfg Tim
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Sailor
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Fr, 21.01.11, 10:11

Geeignete Schaltungen haben wir hier ja schon vorgestellt und die Umsetzung auf Dein Projekt bekommen wir auch noch hin. :wink:

Klären müssen wir vorher aber die Aufgaben:

Wie hell soll die Leuchte werden?
Wie lange soll sie leuchten, lange Leuchtdauer auch im Winter erwünscht?
Wie groß wird das Gehäuse?
Wie seht Dein Budget aus?

Herzlich Willkommen im Forum!
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Fr, 21.01.11, 16:55

Sailor hat geschrieben:
Wie hell soll die Leuchte werden?
Wie lange soll sie leuchten, lange Leuchtdauer auch im Winter erwünscht?
Wie groß wird das Gehäuse?
Wie seht Dein Budget aus?

Herzlich Willkommen im Forum!
Hey ,

leuchten sollte sie einigermaßen nicht so übertrieben aber sichtbar , muss sie halt in nem verdunkelten Raum vorstellen , Leuchtdauer ist relativ es reichen sogar 10min :P , aber so 1stunde wäre nicht schlecht , nein dient nur für dieses Projekt :)

Das Gehäuse hatte ich mir so vorgestellt wie eine normale tischlampe sozusagen , nicht so groß , so in richtung gartenbeleuchtung :)

Budget ist eig egal sollte halt nicht übertrieben sein :)

:) danke dir schonmal :)
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Qs'Tree
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Fr, 21.01.11, 22:10

Hi Tim,

es stellt sich auch die Frage, welche Farbe deine Solarlampe haben soll. Wenn die Schaltung relativ einfach sein soll, dann sollte diese ja nicht unbedingt mit einem Step-Up-Wandler (Spannungserhöhung) arbeiten. Und da gehen die Probleme auch schon los. Willst du eine weiße LED verwenden, dann benötigst du so um die 3,6V Spannung (= 3 Akkus & relativ große Solarzelle). Oder du begnügst dich mit z.B. einer gelben oder orange farbenen LED, dann kommst du mit ca. 2V Spannung (2 Akkus & mittelgroße Solarzelle) hin. Wenn du nur einen 1,2V Akku verwenden willst, dann kommst du aber um eine Schaltung mit einer Spannungserhöhung für die LED nicht herum.
Wie auch immer, wenn du etwas Zeit investierst, dann wird du für alles oben genannte auf den letzten 17 Seiten Beispielschaltungen finden, auf die du aufbauen kannst. Fragen? Gerne! :D

Eine günstige Lösung für das Gehäuse wäre z.B. ein Marmeladenglas mit Schraubdeckel. Auf dem Deckel kann man die Solarzelle aufkleben, im Deckel kann man die Schaltung inkl. LED und Akkus "verstecken". Wenn du in das Gehäuse dann noch Frischhaltefolie knüllst oder das Glas innen mit Butterbrotpapier auskleidest, dann ergibt sich eine toller Leuchteffekt.
Kannst ja mal nach "Sonne im Glas" oder "Marmeladenglas Solar Leuchte selber machen" googlen.

greetz
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Fr, 28.01.11, 08:43

Die Farbe spielt keine Rolle gehen wir von einer weißen aus , ich habe daheim eine solarlampe auseinander gebaut
und hab jetzt


1,2V NiMh Akku
LED (Weiß)
Platine mit einem Bauteilen
An/Ausschalter
kleines Solarpanel


könntest du mir nen schaltplan ( mit genauen beschriftungen geben :) ) versteh nur Bahnhof bei den allen ...^^ , wäre sehr dankbar .

Das mit dem Marmeladenglas ist echt gut , nun brauch ich nen schaltplan um ads alles zu bauen ;) .

mfg bader410
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Sa, 29.01.11, 00:26

Mußt du selbst eine Schaltung entwerfen oder darfst du eine gekaufte beschreiben?
Was du da gekauft hast, arbeitet mit einer Step-Up-Schaltung, da eine weiße LED an 1,2V nicht leuchtet.
Die einzelnen Funktionen einer Solarlampe kann man wie folgt unterteilen

1. Ladefunktion
Theoretisch könnte zum Laden die Solarzelle direkt an den Akku geklemmt werden. Um die Entladung des Akkus über die Solarzelle zu vermeiden, wird eine Diode zwischengeschaltet.

2. Tag-/Nacht-Erkennung
Damit die LED nicht den ganzen Tag leuchtet, muß die Schaltung erkennen ob noch Tageslicht vorhanden ist oder nicht. Dies kann z.B. durch einen Fotowiderstand, oder besser, direkt durch die Solarzelle erkannt werden. Mittels eines Spannungsteilers und einer ein- oder zwei-stufigen Transistorverstärkerschaltung wird das Leuchtmittel dann angesteuert.

3. Leuchtmittel
Man könnte eine Solarlampe theoretisch auch mit einer Glühlampe aufbauen, diese würde aber nicht lange leuchten, weil das Lämpchen zu viel Strom verbraucht. Darum kommen heute nur LEDs zum Einsatz, da diese sehr wenig Strom benötigen und darum die Solarzellen relativ klein gehalten werden können.
Für eine weiße LED benötigt man jedoch ca. 3,6V. Einfachste Lösung wären darum drei 1,2V Akkus. Dann kann eine LED mittels einem Vorwiderstand direkt an den drei Akkus betrieben werden.
Will man eine weiße LED an einem 1,2V Akku betreiben, dann benötigt man eine Schaltung, die die Spannung von 1,2V auf 3,6V anhebt (=Step-Up-Schaltung).

Schaltungen hierzu findest du z.B. auf Seite 5 & 7

Oder schau dir den Link zu ELEXS an
Schaltung und Aufbau sind gut erklärt.
Akku, Solarzelle und LED hast du schon.
Für diese Schaltung benötigst du noch zusätzlich
1x PR4403
1x Diode 1N4148
1x Spule 10µH
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Sa, 29.01.11, 14:27

Qs'Tree hat geschrieben:Mußt du selbst eine Schaltung entwerfen oder darfst du eine gekaufte beschreiben?
Was du da gekauft hast, arbeitet mit einer Step-Up-Schaltung, da eine weiße LED an 1,2V nicht leuchtet.
Die einzelnen Funktionen einer Solarlampe kann man wie folgt unterteilen


Schaltungen hierzu findest du z.B. auf Seite 5 & 7

Oder schau dir den Link zu ELEXS an
Schaltung und Aufbau sind gut erklärt.
Akku, Solarzelle und LED hast du schon.
Für diese Schaltung benötigst du noch zusätzlich
1x PR4403
1x Diode 1N4148
1x Spule 10µH
Okay also ich sollte lieber selber eine Schaltung entwerfen , der Schaltplan kommt ja auch in den Ordner rein und dann sollte ichs halt erklären anhand des Schaltplans , also wäre eine gekaufte schaltung nichts :D , ja also ich könnte aus dem garten noch 2 solarlampen rippen :D , die haben beide noch jeweils einen akku 1,2v dann hätte ich 3 wenn das einfacher wäre zu machen etc.

, hmm was bedeuten

1X PR4403 ?

Der schaltplan sagt mir realtiv wenig , da ich die Bedeutungen nicht kenne X)X)

rest ist mir klar :) , danke dir :):) ohne dieses top forum wäre ich aufgeschmissen :)

mfg bader410
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Sa, 29.01.11, 22:23

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du an die Sache herangehen kannst.

Wenn du die einfache Solarzelle verwenden möchtest, die du derzeit verfügbar hast, dann kommst du nicht darum herum eine aufwändigere Schaltung aufzubauen, zu verstehen & zu erklären. Alternativ kannst du eine stärker Solarzelle und z.B. drei Akkus verwenden. Dann wird die erforderliche Schaltung relativ einfach.

Der PR4403 ist ein IC, der schon fast alle Bauteile einer Solarleuchte beinhaltet, um eine weiße LED an einem 1,2V Akku zu betreiben. Wenn du den verwendest, wirst du aber vermutlich erklären müssen, wie er funktioniert. Die Funktionsweise kannst du im englischen Datenblatt nachlesen.

Welchen Ansatz möchtest du umsetzen?
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Mo, 31.01.11, 13:51

Also entscheide mich für den mit einem Akku , mit dem PR4403 , nun die Frage wo bekomme ich den her ? , vll haben wir sowas bei uns im Technik-Raum :) . , Könntest du mir dann nochmal eine genaue Material-Liste zeigen+Bedeutung :) und nen schaltplan den ich verstehe :D , habe eig ne 2 in Technik aber schaltpläne sind nicht mein Fall :) , Ich wollte eig nen aufwendendiges Gehäuse bauen , z.B. eine kleine holzhütte , mit dach wo die solarzelle drauf ist grad als modell sozusagen , oder wie gesagt das marmeladen glas :D

, danke dir schonmal :):):)
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Mo, 31.01.11, 17:02

Also um es auch erklären zu können wäre eine Schaltung mit Standard-Bauteilen wie z.B. die hier:
viewtopic.php?p=38529#p38529
wesentlich besser geeignet.
Aber wenn Du meinst, es muss der PR4403 sein... den gibt es z.B. hier:
http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=78448
oder hier
http://www.ak-modul-bus.de/stat/pr4403.html
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Mo, 31.01.11, 23:07

Also, einen Schaltplan zum PR4403 findet sich bei Elexs (inkl. einer Übersicht der erforderlichen Bauteile)
PR4403-elexs.jpg
PR4403-elexs.jpg (16.51 KiB) 8307 mal betrachtet
(Quelle: http://www.elexs.de)

Die Funktionsweise ist im Datenblatt zwar beschrieben, ich glaube aber nicht, daß du damit glücklich werden wirst und dein Lehrer wird sich wohl auch etwas anderes vorgestellt haben.

Du solltest die Schaltung nehmen, die Borax verlinkt hat. Diese ist einfacher nachzubauen und um die Schaltung zu verstehen, mußt du dich nur mit der Funktionsweise von Dioden und Transistoren beschäftigen.
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Sailor
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Di, 01.02.11, 07:52

Ich rate Dir auch zu der von Borax verlinkten Schaltung.

Sie ist einfacher und übersichtlicher aufzubauen und einfacher zu erklären.

Außerdem hast Du die Überraschung auf Deiner Seite, dass die Dämmerungsschaltung ohne zusätzlichen Sensor arbeitet, wie das in vielen der gekauften Solarleuchten üblich ist.

So, wie Du die Aufgabe beschreibst, könntest Du mit einer IC-Schaltung leicht daneben liegen. :roll:
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Do, 03.02.11, 19:20

Qs'Tree hat geschrieben:Mal wieder ein Update zum Thema Schaltungsoptimierung. Ich habe über die Wintermonate einige Änderungen angetestet und bin mit folgenden Bauteilen sehr gut gefahren:
583_SolarlampeSchottky_1.jpg
Neu ist nun die Verwendung einer Schottky-Diode, d.h. der Spannungsverlust beim Laden der Akkus ist geringer (ca. 0,5V) und durch den zusätzlichen Transistor Q2 wird die LED erst bei größerer Dunkelheit eingeschaltet.

Seit rund 2 Monaten habe ich vier Solarlampen mit dieser Schaltung im "Freilandtest" und selbst im Feb. & März leuchten die verwendeten weißen LEDs (Nichia; 18000mcd; 20mA) die ganze Nacht.

Parallel teste ich gerade auch eine Schaltung mit einer 10mm 4-Chip LED (3,4V, weiß, 80mA, 11 Lumen). Sehr hell aber nach rund 5 Stunden läßt die Leuchtstärke merklich nach, da die verwendete Solarzelle, in den Wintermonaten, einfach nicht genug Leistung bringt.

Für meine Lampen verwende ich RWE SCHOTT Solarzellen (Umpp=4,8V; Impp=81mA; Leistung=390mW)von Conrad, da ich bis dato einfach keine bessere bzw. günstigere Bezugsquelle finden konnte.
Nachtrag: Diese Schaltung funktioniert sehr zuverlässig !!!

meint ihre diese Schaltung wenn ja , könnt ihr mir etv. die einzelen bedeutungen sagen bitte :) also z.B.

r1 = ...

etc... würde mir sehr helfen , da ich dann einfach nach genauem plan meine schaltung fertig habe akku 1,2V reicht ??? und die solarzelle , weil dann könnte ich morgen (technik) gleich das die schaltung fertig machen und mein mini haus bauen :) , wäre euch sehr dankbar wenn mir da einer helfen kann :)


@ Qs'Tree

wichtigste Frage diese Schaltung von dir , geht die auch mit 1 , 1,2V NiMh Akku??? , und 1 kleiner solarzelle ? und kann ich den rest die Widerstände so wie sie auf dem bild sind benutzen ? wie sieht das mit dem Nachtsensor (bzw. das es bei licht nicht leuchte und bei nacht )? also dunkelheit ?
Borax
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Do, 03.02.11, 22:59

Also sorry, aber wir werden Dir nicht die ganze Arbeit abnehmen können.
R1, R2 und R3 sind Widerstände, Q1 und Q2 sind Transistoren und D3 ist eine Schottky-Diode.
Wenn Du nicht weißt was das ist, schau es in Wikipedia oder einem Elektronik-Lehrbuch nach. Wie im Schaltplan steht, muss die Solarzelle (=Vsl) eine Spannung von 4.8V liefern (im Leerlauf, wenn also halbwegs Licht drauf ist und außer einem Spannungsmessgerät nicht angeschlossen ist, sollte sie dann schon eher 5V haben). Das hat zunächst nichts mit der Größe zu tun, sondern nur damit wie viele einzelne Zellen hintereinander geschaltet sind. Jede Solarzelle hat eine Leerlaufspannung von etwa 0.5V. Für 5V sind also 10 Stück hintereinander geschaltet (die können aber in einem Gehäuse sein, so dass man von außen nicht sieht, wie viele da konkret hintereinander geschaltet sind). Im Schaltplan steht beim Akku (V1) auch 3.6V. Das sind natürlich 3 Akkus mit je 1.2V die auch hintereinander geschaltet sind.
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