Gravur von Plexiglas - welche Methode?

Unterbodenbeleuchtung, Pimp my room, usw.

Moderator: T.Hoffmann

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skatanist
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Fr, 01.10.10, 17:52

Hallo, zusammen!

Ich hab jetzt schon seit längerem gesucht und hier mitgelesen, das was ich brauche, finde ich aber trotz SuFu nicht... (Wenn ich nur zu blind bin, mir bitte mitteilen)
Aaaalso: Ich hab vor, meiner Freundin was zu basteln, das graviertes und beleuchtetes Plexiglas beinhaltet. Jetzt stellt sich für mich die Frage, welcher Gravurmethode ich da den Vorzug geben soll. Da gibts ja so einige: Bimsmehl, Dremel, Sandstrahlen, CNC, blablabla

- Dremel scheidet für mich eigtl ganz aus, weil ich kein solches Ding habe bzw. mir auch keins kaufen will, so oft werde ich kein Plexiglas gravieren.

- Bimsmehl geht, nach dem, was ich gehört hab, nur mit diesem Bastlerglas, nicht mit echtem Plexi, was für mich aber kein Hinderungsgrund wäre. Ist aber - soweit ich das sehe - ein Riesenaufwand, mit nicht allzu perfektem Ergebnis

- Sandstrahlen: Da müsste ich mich über meinen Vater kundig machen, ob der in der Richtung was organisieren kann.

- Mit der CNC-Fräse würde ich ja theoretisch die größte Präzision kriegen, aber wie sieht das dann beleuchtet aus? (da das ja ein sich drehendes Werkzeug ist, macht es doch kreisförmige Schlieren, so wie ich das von diversen gefrästen Dingern kenne) Außerdem ist das dann wieder sehr sehr sehr gleichmäßig, auch ist ja nicht nur die Oberfläche angerauht, sondern gleich ein ganzes Stück eingefräst. Wie sieht denn das letztendlich aus, hat jemand so was schon mal gemacht und hat Bilder davon, wenns leuchtet? Außerdem: kann man da die normalen Werkzeuge für Metall hernehmen oder gibts da spezielle Kunststoffdinger (ein Bekannter hat so ein Ding gewerblich, also da gehts nicht um ein klitzekleines Billigteil, sondern um was gutes). Die Präzision könnte es mir dann aber ermöglichen, sehr deckungsgenaue Bilder zu machen, um mehrfarbig (und somit mehrschichtig) zu beleuchten (was ich bis jetzt aber noch nicht geplant hab, mein Konzept ließe sich aber noch erweitern...)

EDIT: Vielleicht noch die Frage dazuschreiben, hilft evtl... Also: Welche Methode zieht ihr jetzt persönlich den anderen vor und warum? So einen Vergleich hab ich hier nämlich noch nicht gesehen. Und noch dazu: Wie wirkt das mit CNC gefräste?

Und dann bleibt da noch die Frage: Auf welcher Seite würdet ihr das dann bearbeiten? Auf der Seite, die nach außen zeigt oder eher auf der Rückseite? (das Ding soll dann nämlich auf eine Holzplatte montiert werden, die evtl mit Stoff bespannt ist)

Und letztendlich: Wie viele LEDs brauche ich denn, um das ganze dann von den Kanten aus zu beleuchten? Ich denke so an eine 20x20cm Platte. Das Ding soll aber nicht leuchten wie ein Flak-Scheinwerfer, sondern nur als "Effekt" oder "Gimmick" auf eine Wandlampe draufgebaut werden (die auch noch nicht existiert...) Wa sich bisher so ins Auge gefasst hab, sind diese weißen Nichia-LEDs aus dem Lumitonix-Shop, z.B. diese hier. Aber welchen Öffnungswinkel nehm ich denn da am besten und wie viele davon?

Ganz schön viele Fragen für den Jungfern-Post eines absoluten Neulings, ich weiß... :oops:

Aber ich hoffe da mal auf die Typen unter euch, die Erfahrung mit sowas haben und mir somit vielleicht ein großes Stück Fragezeichen vom Buckel nehmen könnten... Falls sich jemand bequemt, hierzu was zuschreiben, schon mal dicken Dank dafür!

skatanist
olafh
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Sa, 02.10.10, 11:07

Hi,

Ich gebe Dir mal ein kleines Beispiel (Ausschnitt aus einer 48x48 cm Platte):
05_Lasergravur_S.jpg
Bearbeitet wurde die Vorlage mit Hilfe des freien Vektorzeichners Inkscape und als SVG (Scalable Vector Graphics) and
den Lasergravierer gegeben. Vektorgraphiken haben den Vorteil, das die Vorlage perfekt an die Auflösung des Lasers
angepasst werden kann (hier maximal 1/10 mm) .

Verwendet wurde EndLighten Plexiglas MR.

Grüße Olaf
skatanist
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Sa, 02.10.10, 11:21

Hast du so einen Laser-Gravierer in deinem Bekanntenkreis oder hast du das bei irgendeiner Firma machen lassen?
Sieht übrigens recht gelungen aus. Ist das Ergebnis von CNC mit dem vergleichbar oder hat das dann Schlieren?
Achso, Frage Nr. 3: Ist das an der Oberfläche graviert oder mitten im Material drin?

Danke schon mal vielmals für das Bild!
olafh
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Sa, 02.10.10, 14:45

Hi,

Ich habe mir bei mehreren Lasergravierern Angebote machen lassen. Gemacht wurde es dann bei short-cut.de, da die
in meiner Stadt sind und ich mir das Versenden sparen konnte.

Ich habe leider keine Vergleich mit einer CNC Gravur. Was meinst Du eigentlich mit Schlieren ?

Und falls ich es nochmal machen würde, so ließe ich dann die Rückseite gravieren, das wirkt besser.

Grüße Olaf
skatanist
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Sa, 02.10.10, 15:11

Ah, ok.
Ist Rückseitengravur auch besser, wenn ich das Ding auf eine Holzplatte draufmontiere? Dann beleuchtet das an der Gravur austretende Licht ja den Hintergrund recht stark mit, oder?
Mit Schlieren meine ich das, was entsteht, wenn du mit einem (um eine vertikale Achse) rotierenden Werkzeug über das Werkstück drübergehst und du somit evtl kreisförmige Spuren erhältst. Beim dremeln wird ja auch davor gewarnt, das Gerät ganz aufzusetzen, um keine bogenförmigen Schleifspuren zu bekommen, sondern nur gerade (wenn dus nur mit der Kante aufsetzt).
Ich kenn diese Schlieren von Teilen, die mein Vater bei besagtem Bekannten gefräst hat. Kann aber auch dadran liegen, dass es da nicht so auf die letzten Feinheiten ankam und er somit ein wenig gröber fräsen konnte.
Zum Beispiel die runden Spuren hier:
bild.jpg
bild.jpg (12.4 KiB) 13680 mal betrachtet
(ist ein Teil von dem Bild hier).
Die würden, wenn man sie dann noch beleuchten würde, ja schon rausstechen, oder?

Wie tief ist eigtl deine Laser-Gravur?
olafh
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Sa, 02.10.10, 18:13

Hi,

Da der Laser berührungsfrei arbeitet kann es auch keine Schlieren geben, die Tiefe der Gravur hängt von der Stärke
des Lasers und der Laufgeschwindigkeit ab. Tiefe Gravuren werden in den Flächen dann streifig in der Arbeitsrichtung.
Tiefe Gravuren sind aber auch nicht sinnvoll, wenn es um die Beleuchtung geht.

Grüße Olaf
skatanist
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Sa, 02.10.10, 21:21

Wie groß ist denn der Ausschnitt auf dem Bild in etwa? Das ist ja doch schon ziemlich extremst fein...

An andere Leute da draußen: Habt ihr Erfahrung mit CNC bei Plexiglas?
Und noch die andere Frage: Wie viele LEDs (und welchen Öffnungswinkel: 15° oder 45°?) brauche ich denn nun für die 20x20cm Platte, um sie genügend auszuleuchten?
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Do, 07.10.10, 09:05

Ich hätte momentan die Möglichkeit, statt Plexiglas auch Makrolon zu bekommen (und das sogar billiger). Hat das Vor- oder Nachteile (z.B. hinsichtlich gravieren, polieren etc.) Dass es kratzfester ist, weiß ich, aber sonst?
johnson
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Do, 07.10.10, 11:38

Kuck mal hier, kannst dich selbst davon überzeugen, wie CNC-Gravur aussieht. :wink:
skatanist
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Do, 07.10.10, 13:20

Coole Sache, vielen Dank! Wusste gar nicht, dass die Dinger da CNC-graviert sind. Den Thread hab ich auch schon durchgelesen, aber das CNC hab ich wohl übersehen...
DANKE!
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