Fragen: LEDs,übergroße Vorwiderstände,Stromverbrauch,Trafo

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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Tigerzivi
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Beiträge: 5
Registriert: Mo, 02.09.13, 14:51

Mo, 02.09.13, 15:21

Hallo zusammen,

bin neu hier und habe mal ein paar Fragen bezüglich einer komplexen Schaltung mit zahlreichen SMD-LED und LED. Ich hoffe, ich bin hier im richtigen Forum :-)
Hintergrund: Ich bin Modellbauer und möchte ein Schiffsmodell komplett beleuchten (Positionslichter, Außenbeleuchtung, Innenbeleuchtung, Brückenbeleuchtung, etc...)
Insgesamt werden es ca. 150 bis 200 SMD-LED und LED.

Betrieben wird das Ganze an einer 9V-Blockbatterie (Oder über 12V Trafo - auf 9V getrimmt)

1) Schadet es einer SMD-LED oder einer LED, wenn ein sehr großer Widerstand davor sitzt?
Beispiel: Um die 3.1 V einer SMD-LED zu erreichen, brauche ich einen Widerstand von mindestens 295 Ohm. Da mir das Licht aber dann immer noch viel zu grell erscheint, habe ich den Widerstand so lange erhöht, bis mir die Hellogkeit zusagte - das war dann bei 4,7 kOhm. Beeinträchtigt ein so großer Widerstand die Lebensdauer der SMD-LED?
Oder wird der Widerstand dadurch zu warm? Welche Alternative für schwächeres Licht gibt es? Diese SMD gibt es nur in einer Helligkeits-Stärke.

2) Wie steht es mit dem Verbrauch? Reduziert ein größerer Widerstand den Stromverbrauch?

3) Gibt es eine Obergrenze, wie viele LEDs ich an einer Batterie betreiben kann? (9V-Block immer max 2 LED in Reihe, aber davon um die 100 parallel)

4) Lässt sich der Stromverbrauch bzw. die Lebensdauer der Batterie errechnen? wie?

5) Kann ich statt der Batterie auch einfach einen Stecker/Trafo nehmen, den ich an den Stromkreis anschließe und vorher entsprechend auf 9V heruntertrimme?
Ich habe einen "Trafostecker" Input AC 230V / Output DC 12V max 2A / Leistung: 24W
Kann ich den dann mit einem 150 Ohm Widerstand versehen um den Strom auf 9V zu trimmen? Kann ich von dort aus weitere Widerstände einsetzen um die benötigte LED-Spannung (3.1 V) zu erreichen?

6) Oder macht es dann direkt Sinn, das Ganze auf 12V zu betreiben und jeweils bis zu 3 LED in Reihe zu schalten?
6a) Schadet es dann, wenn ich an einzelnen Stellen auch nur mal eine LED mit entsprechendem Vorwiderstand habe?
6b) Wenn ich rote SMD-LED mit 1,7V Durchlassspannung habe, kann ich an einem Strang dann 6 davon betreiben (plus Vorwiderstand) ?

Ich hoffe, meine Fragen sind jetzt nicht zu dämlich :oops:

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Viele Grüße
Jan
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Sailor
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Wohnort: Saarland, Deutschland und die Welt

Mo, 02.09.13, 16:16

1) Nein, ein größerer Widerstand verlängert die Lebensdauer der LED.

2) Ja, es fließt ja weniger Strom.

3) Ja, Versorgungsspannung geteilt durch die Vorwärtsspannung der LED ergibt die max. Anzahl. Oder die Summe der Vorwärtsspannungen der LEDs muss kleiner sein als die Versorgungsspannung.

4)Ja, Kapazität der Batterie in mAh geteilt durch den Strom der angeschlossenen Schaltung mA gibt die Laufzeit in Stunden.

5) Wenn es nicht mobil sein muss ist die Netzteillösung vorzuziehen. Die höhere Spannung ermöglicht mehr LEDs in einer Reihe. Soll es bei 9 Volt bleiben ist ein Festspannungsregler dem Widerstand vorzuziehen, da dieser bei jder Änderung der Schaltung neu berechnet und gegen den dann passenden auszutauschen ist.

6) Wie bereits unter 5) gesagt: ja

6a) Nein

6b) An 12Volt: ja, an 9Volt ist die Summe der Vorwärtsspannungen zu hoch.

Ein herzliches Willkommen im Forum.

Edit:

Zu 3) Je mehr Reihen parallel an der Batterie angeschlossen werden desto schneller ist diese leer.
Tigerzivi
Mini-User
Beiträge: 5
Registriert: Mo, 02.09.13, 14:51

Di, 03.09.13, 07:32

Hi Sailor,

vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Und danke fürs herzliche Willkommen :-)

Gruß Jan
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