LED dimmen

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Moderator: T.Hoffmann

Borax
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Do, 24.04.14, 23:14

das Kameragehäuse ist rund, und hat im gesammten einen Durchmesser von100 mm...
Ok. Also wenn ich das richtig interpretiere, dann könnte man gleich einen 100mm Ring verwenden, wo einfach nur die LEDs auf einem Kreis mit ca. 45mm Durchmesser angeordnet sind. Wenn Du dafür ein relativ dickes Alu nehmen würdest (z.B. 4-5mm) was dann mit dem Außengehäuse thermisch verbunden ist, dann sollte das mit der Kühlung kein Problem mehr sein :D
Weil die LEDs ja eigentlich recht klein sind, sollte es dann auch mit 12 Stück nicht zu eng sein. IMHO würden dann sogar 16 Stück noch problemlos passen. Wenn Du auf eine Reflow-Lötanlage Zugriff hast (irgendeine gute Werkstatt scheint ja da zu sein, sonst würdest Du nicht auf die Idee kommen 'Reflektorförmige' polierte Löcher vorzusehen), dann könnte man auch folgende Idee zur Befestigung und Verschaltung der LEDs überlegen:
Auf den eloxierten Alu-Ring werden kleine passend geschnittene 0.5mm starke Kupferbleche mit einem temperaturstabilen Wärmeleitkleber (z.B. 'Wärmeleitkleber nano silver': http://thermalforce.de/de/product/waerm ... x.php?ref= - verträgt bis 400°C!) aufgeklebt . Da drauf die LEDs mit SMD-Löt-Paste fixieren und dann ab in die Reflow-Lötanlage.
spicedrum
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Sa, 26.04.14, 12:43

Langsam
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Borax
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Sa, 26.04.14, 22:17

Das klingt doch richtig gut. 2100lm wäre aber schon grenzwertig. Ich würde den LEDs nicht die vollen 200mA geben (das ist die sogenannte Absolute Maximalgrenze - sprich bei geringfügig mehr gehen sie sehr schnell kaputt). Aber auch bei 175mA sind es über 1500lm, das ist schon eine Menge. Außerdem willst Du ja dimmen. Am einfachsten wäre eine Fertig-KSQ (die hier würde gut passen: http://www.elpro.org/shop/shop.php?q=LDD-350H ) und ein PWM Dimmer. Wie soll denn eigentlich das Dimmen aussehen? Läuft da vielleicht irgendeine Software die versucht irgendwelche Gegenstände unter Wasser zu erkennen und ggf. selbständig die Lichtstärke einstellt? Falls ja, was kommt denn da als 'Signal' raus?
spicedrum
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Di, 29.04.14, 13:07

huhu,
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Borax
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Di, 29.04.14, 14:06

Klar das geht. Schau mal hier:
viewtopic.php?p=129448#p129448
spicedrum
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Di, 29.04.14, 15:56

hat jemand schon Erfahrungen mit PoE? brauche ich noch einen PoE Injektor um meine Schaltung überhaupt PoE kompatibel zu machen?

Finde deine Schaltung schon ziemlich gut, nur kann ich leider kein Dreh-Poti verwenden.
Borax
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Di, 29.04.14, 15:58

brauche ich noch einen PoE Injektor um meine Schaltung überhaupt PoE kompatibel zu machen?
Vor ein paar Tagen hast Du geschrieben:
Ich Kann auf PoE+ ...also ungefähr 22W zurückgreifen
Wieso brauchst Du jetzt einen PoE Injektor? Ich dachte es ist ein PoE Port da?
Ansonsten halt einen PoE Switch nehmen. Z.B. so was: http://www.amazon.de/Netgear-GS108P-Pro ... router+poe Oder halt so einen Injektor http://www.amazon.de/Zyxel-PoE-12-HP-80 ... ds=802.3at
nur kann ich leider kein Dreh-Poti verwenden.
Sondern?
spicedrum
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Mo, 05.05.14, 10:47

Hi,
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Borax
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Mo, 05.05.14, 11:04

Es reichen auch einfach 2 Adern über die Du ein PWM Signal schickst. Damit kannst Du prinzipiell beliebig dimmen. Wenn Du gerne 'präzise reproduzierbare' Einstellungen willst, dann einfach einen Codierschalter (z.B.: http://www.conrad.de/ce/de/product/7054 ... chsegerade ) nehmen, damit kannst Du 16 Zustände einstellen die dann über einen µC (z.B.ATTiny45) in ein PWM Signal umgesetzt werden.
spicedrum
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Mo, 05.05.14, 12:51

ja
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Mo, 05.05.14, 13:49

aber hat der µC auch genug Power, dass das Signal nach der 10m Leitung noch sauber ankommt?
Aber ganz locker. Es wird ja nur ein Steuersignal übertragen. Der Eingangswiderstand einer PWM dimmbaren KSQ liegt normalerweise mindestens im KOhm-Bereich. Bei 5V Steuerspannung für das PWM Signal und einer (extrem niedrigen) Eingangsimpedanz von 200Ohm ergibt das 25mA Steuerstrom (wie gesagt - das wäre ein Extremwert. Üblich sind hier 1-2mA). Bei eher dünnem Ethernet-Kabel (AWG26) liegt der Widerstand bei ca. 150Ohm pro km (eine Ader). Bei 10m (also insgesamt 20m wegen hin + zurück) ergibt das rund 3 Ohm. Macht bei 25mA einen Spannungsverlust von weniger als 0.1V...
und mein Betreuer hätte lieber keinen zusätzlichen µC
Ok. Muss auch nicht sein. Geht genauso gut mit einem NE555 (siehe obiges Post). Auch da könnte man verschiedene Dimmstufen mit einem Codierschalter oder (wäre hier besser) normalem Drehschalter realisieren.
Mit so einem: http://www.reichelt.de/RS-2212/3/index. ... ehschalter könntest Du 12 frei definierbare verschiedene Dimmstufen über entsprechende Widerstände erzeugen.
So einer geht auch: http://www.reichelt.de/DS-1/3/index.htm ... ehschalter, ist aber nicht ganz so frei definierbar (ein Widerstand wäre da fest vorgegeben - dadurch wäre aber auch die PWM Frequenz nicht mehr konstant). Mit µC wäre es allerdings viel einfacher... (nur ein Codierschalter erforderlich und keine weiteren Widerstände).
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Mo, 05.05.14, 15:00

so
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Mo, 05.05.14, 15:51

Also ein Arduino mit PoE-Modul unten ins Kameragehäuse, dort lass ich mir mein PWM Signal erzeugen und dann ab damit an meinen LED-Ring?
Nö. Den Arduino würde ich an Land lassen. Das PWM Signal dann einfach über zwei Adern des Ethernet-Kabels (bzw. eine Ader - die andere ist sowieso schon PoE Masse) an die KSQ im Kameragehäuse übertragen. Und die KSQ steuert dann damit die Helligkeit des LED-Rings.
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Di, 06.05.14, 08:23

Ist
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Di, 06.05.14, 09:02

Nein. Nicht so kompliziert...
Ich würde wie gesagt eine fertige KSQ empfehlen: http://www.elpro.org/shop/shop.php?q=LDD-350H
Das ist ein Schalt-Regler der die 'überschüssige' Spannung nicht verheizt sondern nur so viel Strom zieht, dass die LEDs eben optimal versorgt sind. Sagen wir mal der PoE Ausgang hätte 50V; nach 10m Kabel wären es noch 47V; gebraucht werden etwa 42V und 350mA (volle Leistung). Jetzt kann man entweder die 'überschüssigen' 5V verheizen (knapp 2W - wäre also auch nicht 'schlimm'), oder eben mit einem Schaltregler 'umwandeln'. Der Schaltregler würde dann bei 47V Eingang nur ca. 320mA 'ziehen' um trotzdem 350mA bei rund42V für die LEDs zur Verfügung zu stellen.
Diese KSQ hat einen eigenen PWM-Dimm-Eingang (2.5V-6V). An diesem wird das PWM Signal des Arduinos angeschlossen.
Prinzipschaltplan:
PoE_KSQ_Arduino1.png
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Mo, 12.05.14, 08:29

Mal
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Mo, 12.05.14, 09:24

Ich würde eher eine höhere Spannung empfehlen (z.B. 36V oder 48V) und dann 10 LEDs in Serie schalten. Z.B. diese hier: http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Cree ... x10mm.html (die sind bei etwa 300lm/Led wesentlich effizienter als die Nichia NS9W153AM). Betrieb dann mit einer 700mA KSQ (z.B. die hier: http://www.elpro.org/shop/shop.php?q=LDD-700H ). Der Leitungsverlust auf der 10m Leitung ist bei höherer Spannung wesentlich niedriger als bei 12V. Den 'Rest' Deines Schemas kannst Du lassen.
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Mo, 12.05.14, 11:18

Das scheint mir nach dem ganzen jetzt aber doch schon zu einfach ;)

Nochmal vielen Dank für deine ganze Hilfe Borax!
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Mo, 12.05.14, 11:44

Bis auf den R alles richtig. Ein Widerstand hat im KSQ Stromkreis nichts verloren! Er wäre da nur kontraproduktiv.
Nochmal vielen Dank für deine ganze Hilfe Borax!
Kein Problem ;) Wäre aber schön, wenn es ein paar Bilder vom 'Endprodukt' geben würde...
spicedrum
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Mo, 12.05.14, 11:48

Die wird es auf jedenfall geben ;)
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Di, 20.05.14, 20:10

so
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Di, 20.05.14, 20:58

Klar, 1-10V ist eine übliche Steuerspannung. Aber so wie ich Deinen letzten Plan interpretiere, ist doch da ein Arduino 'an board'... Der kann doch problemlos ein PWM Signal erzeugen. Wenn nötig, auch aus einer 1-10V Steuerspannung.
=> Wo ist das Problem???
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Mi, 21.05.14, 07:21

ich dachte mir wenn ich ein aktives Netzteil zb. http://www.pur-led.de/LED-Steuerungen-C ... weiss.html einbaue Spar ich mir vielleicht den Rest?
Borax
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Mi, 21.05.14, 07:56

Welchen Rest? Dieser Dimmer (ist kein Netzteil - er braucht schon eine Niederspannung zwischen 10 und 60V DC als Eingangsspannung) ist nicht für Konstantstrom gedacht sondern z.B. für LED-Leisten wo viele LEDs mit Vorwiderständen parallel geschaltet sind. Für Dein Vorhaben völlig ungeeignet. Was stört Dich jetzt eigentlich an der bisherigen Planung?
spicedrum
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Mi, 21.05.14, 08:04

eigentlich
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