LED converter + 10 watt LED wie Verschalten?

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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Powi
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Mo, 04.05.15, 17:51

Hallo leute,

da zur Zeit ein BMW-Motor in unserer Wohnung steht, war die Idee diesen auch zu beleuchten. Ich habe einen LED-Converter mit 12V DC und mehrere 10 Watt LED COB´s mit einer Aufnahme von 12 V DC und 800-1050 mA (die Bauteile habe ich von meinem Mitbewohner in die Hand gedrückt bekommen, mit dem Auftrag "mach was draus :D").
Mir ist bekannt, dass diese LED´s eine KSQ bevorzugen, jedoch würde ich gerne wissen, ob ich die LED´s auch irgendwie mit dem LED-Converter (ist glaub ich nix anderes wie ein Schaltnetzteil) zum Leuchten bringen kann, ohne dass diese abrauchen.

lg

powi
Gerd12
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Mo, 04.05.15, 20:20

Powi hat geschrieben: Mir ist bekannt, dass diese LED´s eine KSQ bevorzugen, jedoch würde ich gerne wissen, ob ich die LED´s auch irgendwie mit dem LED-Converter (ist glaub ich nix anderes wie ein Schaltnetzteil) zum Leuchten bringen kann, ohne dass diese abrauchen.
Das geht schon. Die SNT haben i.d.R. die Möglichkeit, in gewissem Rahmen die Ausgangsspannung zu justieren. In diesem Fall einfach an die untere Grenze gehen.

Dann LED in Reihe mit einem Vorwiderstand anschließen. Spannung und Strom messen und dann kannst Du Dich dem gewünschten Wert nähern. Auf die Angaben 12V, 1050mA solltest Du Dich nicht verlassen. Rein rechnerisch wären das auch schon 12,6W. Ich nehme mal an, es sind die "Chinaböller", die habe ich auch. Ich betreibe sie mit max. 500mA und nehme dafür lieber mehrere LED. Dann ist auch die Kühlung einfacher.
Powi
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Mo, 04.05.15, 20:43

Der LED converter schafft 30 watt, also sollte ich doch nicht mehr als 2 LED´s verwenden, oder? Ein Justieren der Ausgangsspannung ist nicht möglich (zumindest habe ich kein poti gefunden). Ich bin leider kein E-techniker oder Elektroniker. Aber muss ich die LED´s nicht parallel schalten damit die 12V verbraucht werden? ich bin jetzt so weit, dass ich 2 LED´s (jeweis 10 watt bzw 12,6 watt) parallel schalten würde und davor jeweils einen widerstand mit 1 Ohm und 2 watt.

....geht das....?

lg
Gerd12
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Mo, 04.05.15, 20:57

Jede LED wird mit einem Vorwiderstand (z.B. 2 Ohm) in Reihe geschaltet. Diese Einheiten (LED und Widerstand) dann parallel. Bei 30W kannst Du dann an diesem SNT 3 Stk. betreiben. Die Größe des Vorwiderstandes läßt sich allerdings erst berechnen, wenn Strom und Spannung durch Messen bekannt sind.
Powi
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Di, 05.05.15, 13:04

So ich hab an dem Netzteil nachgemessen (ohne Verbraucher). Es gibt 12,04 V aus. Den Stromfluss habe ich auch versucht zu messen, jedoch schwankt dieser zwischen 1,6 uns 0,6 A (dieser ist auf dem Netzteil mit 2,5 A angegebne). War es nicht so, dass ein Verbraucher sich dass an Strom nimmt, was er braucht (wahrscheinlich zu allgemein gedacht) ?

Ich habe mich in der Zeit weiter belesen, um zu verstehen, wie ich den Widerstand berechnen soll. In der Formel gibt es U(Quelle) U(Verbraucher) und I(Verbraucher), wobei I (Verbraucher) 500 mA (wie in deinem Beispiel) ist.

R(Vorwiderstand) = ( U(Quelle) - U(Verbraucher) ) / I(Verbraucher)

Jetzt mein Verständnisproblem:

wenn ich U(Quelle)-U(Verbraucher) rechne, bekomme ich doch nahezu 0 heraus und das mit dem Wiederstand hat sich erledigt oder?

weitere Frage:

wenn ich 3 LED an das SNT anschließe, betreibe ich das gute Stück sehr nahe an seiner Belastungsgrenze und dem zufolge wird die Kiste heiß oder ?
Powi
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Di, 05.05.15, 13:14

....ich merke gerade das ein Strommessung eher sinnfrei ist, ohne einen Verbraucher anzuschließen...
Borax
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Di, 05.05.15, 14:11

Und ohne Verbraucher sehr gefährlich für das Messgerät und die Stromquelle. Eine Strommessung ist quasi ein Kurzschluss. Die meisten Messgeräte haben dafür extra eine Sicherung.
Powi
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Di, 05.05.15, 17:29

ich kann alle beruhigen das Messgerät hat es überlebt :), es ist abgesicher
Powi
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Di, 05.05.15, 17:45

Wenn eine LED angeschlossen ist, fließt 1,03 A. Dieser Wert schwankt immer etwas (vermutlich durch Hitze?). Bei 2 LED´s parallel fließt ein Strom von 1,98 A, auch schwankend.
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Achim H
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Dieser Wert schwankt immer etwas (vermutlich durch Hitze?).

Korrekt.

Leds haben einen negativen Temperaturkoeffizienten.
An einer Konstantstromquelle würde die Vorwärtsspannung mit Betriebswärme kleiner werden.
An einem Festspannungsnetzgerät kann sich die Spannung nicht ändern. Infolgedessen steigt der Strom durch die Led an.

Da sich bei Anlegen einer Spannung die Led kontinuierlich erwärmt, steigt auch der Strom durch die Led kontinuierlich an.
Das ist das, was Du gemessen hast.
Powi
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Mi, 06.05.15, 12:53

Also laut einem online LED-Vorwiderstandsrechner kam heraus, dass ich Pro LED (wenn ich sie mit 500mA belaste) einen Vorwiderstand von 1 Ohm und 500 mW benötige. Jeder Widerstand sollte eine Leistung von 250 mW Standhalten können. Ich möchte 4 LED' s verbauen.

Meiner Meinung nach ist es schn und gut das dieser Rechner mir die Daten ausspuckt, allerdings würde ich es gerne verstehen und nachvollziehen können, warum ich genau die Parameter wählen sollte.

Ich müsste doch auch Wiederstände mit höherer Leistung (über 500mW) verbauen können, diese würden doch nur nicht so heiß werden wie ein 500 mW Widerstand, oder?

lg und vielen Dank für eure Antworten :)
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Ich müsste doch auch Wiederstände mit höherer Leistung (über 500mW) verbauen können.
...
Meiner Meinung nach ist es schn und gut das dieser Rechner mir die Daten ausspuckt, allerdings würde ich es gerne verstehen und nachvollziehen können, warum ich genau die Parameter wählen sollte.

Leistungsfähigere Widerstände kannst Du jederzeit einbauen. Nur eben nicht solche mit weniger Leistung.
Wenn Du möchtest, kannst Du auch einen 10 Watt Widerstand nehmen.

Ein Widerstand mit X Watt verursacht nicht diese X Watt, sondern immer nur soviel, wie dort an Leistung vernichtet wird.
Die X Watt deklarieren den Wert, wieviel Watt dieser Widerstand maximal aushalten könnte.

Leistung über den Widerstand = Spannung, die vernichtet wird x Strom, der fließt.


Anmerkung:
Ich möchte Dir empfehlen, Metallschicht-/Metalloxidwiderstände zu verwenden. Diese haben eine engere Toleranz.
Wenn man Präzisionswiderstände (einen solchen brauchst Du nicht) ausklammert: 1 - 5%

Kohleschichtwiderstände dürfen 5 bis 10% neben dem angegebenen Widerstandswert liegen.

Toleranzen:
E12-Reihe: 10%
E24-Reihe: 5%
E48-Reihe: 2%
E96-Reihe: 1%
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