Flackern & dunkles Dauerleuchten - Hilft Entstörkondensator?

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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indu
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Sa, 20.06.15, 16:19

Hallo!

Ich habe 2 Problemchen, einmal das Lampen leicht flackern und das ein Lampe im 'ausgeschaltetem' Zustand leicht leuchtet.

3 Lampen a 9 Watt sind per Funkdimmer FS-20 DI geschaltet und Flackern leicht.
Hab mehrere Dimmer mit den gleichen Lampen, nur diese eine flackert. Dimmer und Lampen schon getauscht, ich vermute es liegt an der Kabellänge.

4 Cree Lampen a 9 Watt per Funkschalter FS-20 geschaltet und 1 Lampe leuchtet leicht im ausgeschatetem Zustand.
Es ist eine bestimmte Serie der Lampen wo es auftritt. Im ausgeschaltetem Zustand 7 Volt gemessen.

Liege ich richtig das ich einen Entstörkondensator benötige?

Welche Eigenschaften muss er mindestens haben?

Vielen Dank für jede Hilfe!!


gruß Markus
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Handkalt
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Sa, 20.06.15, 17:52

Hallo Markus,

"glimmt oder blitzt in ausgeschaltetem Zustand" deutet oft darauf hin, dass ein Funkschalter/Bewegungsmelder/usw in "2-Draht-Technik" verbaut ist. Das heißt, an dem Funkschalter sind nur zwei Drähte angeschlossen und er ist somit in Reihe zum Verbraucher geschaltet. Er hat aber immer ein wenig Standby-Verbrauch um die Funksignale zu emfangen - und der fließt dann auch im ausgechalteten Zustand durch den Verbraucher. Fällt bei Glühlampen nicht auf, wohl aber bei manchen LED-Lampen.

Kannst Du mal überprüfen, was das genau für ein Funkschalter ist bzw. wie er angeschlossen ist? Wenn es tatsächlich "2-Draht-Technik" ist, wäre das sinnvollste, den Funkschalter auszutauschen gegen einen mit "3-Draht-Technik", d. H. einen, der den Verbraucher wirklich vom Stromnetz trennt.

-Handkalt
indu
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Sa, 20.06.15, 18:44

Es ist dieser Schalter: http://www.conrad.de/ce/de/product/6230 ... A?ref=list

Er trennt nur 1 Draht, also entweder NULL oder PHASE.

Austauschen fällt erstmal aus, hab von dem System einiges verbaut...
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Handkalt
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So, 21.06.15, 07:08

indu hat geschrieben:Er trennt nur 1 Draht, also entweder NULL oder PHASE.
Öhm, ist das wirklich so? Nachdem das ja ein Zwischenstecker ist, finde ich das... naja, ich sag mal: keine so gute Idee. Aber das ist gar nicht das Problem was ich beschrieben habe. Meine Frage war, ob die eigene Elektronik des Funkschalters in Reihe oder parallel zum Verbraucher gechaltet ist. Eigentlich ergibt eine Reihenschaltung bei einem Zwischenstecker keinen Sinn. Diesen Murks hat sich m. E. ja nur jemand ausgedacht um anderen Murks zu kompensieren, der früher gerne bei Lichtschaltern gemacht wurde (es wurde nur L in die Dose geführt, aber nicht N). Aber wenn sie schon bei einem Zwischenstecker nur einpolig schalten... wer weiß.

Vvielleicht gibt's bei Fs20 auch einen vernünftigen Schalter als Ersatz? Ich habe mal kurz geschaut und den FS20 AS1-2 gefunden. Da steht: "potentialfreier Relais-Umschaltkontakt". Der sollte den Verbraucher also wirklich trennen, wenn auch ebenfalls nur einpolig. Die Alternative wäre vielleicht noch, hinter den vorhandenen Funkschalter ein Schütz zu hängen.

Was mir gerade noch einfällt: es wurde hier im Forum schon das Problem "kapazitive Einkopplung" erwähnt, aber normalerweise in Zusammenhang mit Wechselschaltungen. Ich kann es nicht beurteilen, ob auch das bei Dir die Ursache sein kann. Hast Du schon mal als erstes versucht, den Funkschalter um 180° verdreht einzustecken? Ansonsten würde wohl wirklich ein Entstörkundensator helfen, wie von Dir schon vermutet. Siehe z. B. hier.

-Handkalt
indu
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So, 21.06.15, 13:01

Danke erstmal für deine Hilfe!

Funkschalter hatte ich schon gedreht, da ist mir dann auch aufgefallen das er nur 1 Draht trennt.

Worauf muss ich achten das ich den richtigen Entstörkondensator besorge?
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