Hallo zusammen,
ich habe gerade eine Messung an dem neuen 3-Watt Spot hinter mich gebracht und jetzt wollte ich mal eine Frage in die Runde werfen: Der Spot hat eine Stromaufnahme von 235mA bei 12,04V DC, die daraus resultierende Leistung von 2,829W stimmt mit den Herstellerangaben überein.
Nur bei der Ausgangsleistung der internen Stromquelle hab ich etwas gestaunt: der CREE- Emitter wird mit 639mA versorgt, die Spannung liegt bei 3,148V DC.....daraus resultiert eine Leistung von 2,011W!
Bei der Wirkungsgradberechnung hab ich dann noch etwas mehr gestaunt, der Wirkungsgrad der Stromquelle liegt bei, für mich, traurigen 71%!
Sind alle Konstantstromquellen so wirkungsgradschwach oder liegt so etwas an der Bauteilauswahl?
Vielleicht hat ja jemand eine plausible Antwort für mich.
Danke im voraus!
Christoph
High Power 3-Watt XR20 LED Spot
Moderator: T.Hoffmann
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Die Angaben zur Sekundärseite sind nach meiner Erfahrung mit den Cree-LED´s (nicht mit den Spots) nicht stimmig. Daher die Gegenfrage:
Wie hast Du diese Messungen (Sekundärspannung und -strom) gemacht?
Damit herzlich Willkommen im Forum!
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Die Spannung halte ich für sehr gering. Bei 639mA sind meiner Erfahrung nach Spannungen von >3,5V üblich.C.Lother hat geschrieben: Nur bei der Ausgangsleistung der internen Stromquelle hab ich etwas gestaunt: der CREE- Emitter wird mit 639mA versorgt, die Spannung liegt bei 3,148V DC
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Für ganz exakte Messergebnisse solltes Du kein Amperemeter benutzen, sondern am Strombestimmenden shunt der KSQ messen. Außerdem lassen sich evtl. einige Multimeter durch die Pulse des Schaltreglers irritieren (ist allerdings recht unwahrscheinlich).
Einen Wirkungsgrad von 71% halte ich für nicht sehr ungewöhnlich, vermutlich ist ja auch noch ein Brückengleichrichter vorgeschaltet, auch der verbrät noch ein wenig, dann noch der shunt zum Messen und das was da übrig bleibt ist dann noch das was der Schaltregler selbst verbrät.
Die besten neuesten und effizientesten Schaltregler bringen es auf bis zu 96% Wirkungsgrad, allerdings nur in einem ganz kleinen Bereich, allerdings meist ein sehr ählicher, wie er gegeben ist, wenn man 3,xV @ 700 mA aus 12V machen will. Ich meine gelesen zu haben, dass auch sehr viel von der Drossel abhängt.
Und vermutlich sind die Verluste der Gleichrichterdiode am Ausgang bei diesen Angaben auch immer unterschlagen. (Allerdings gibt es einige Typen mit integriertem Synchrongleichrichter)
Die Realität ist vermutlich tatsächlich genau so enttäuschend, wie Du es ausgemessen hast, allerdings nicht nur bei Lumitronix, sondern fast überall. Diese KSQs sind auf geringen Preis, bzw. passables Preis/Leistungsverhältnis und nicht optimalen Wirkungsgrad optimiert, das würde sie ca. 1-1,50 Euro teurer machen. (1,50 Euro teurer, wenn auch der Eingangsgleichrichter ein Synchrongleichrichter aus MOSFET-Transistoren wird)
Es gibt --- mit einem 10.000er-Preis von $ 1,50 extrem günstige --- Schaltregler mit bis 1,5 A, die sogar die Induktivität mit im Chip haben. (Allein die kann u.U. schon soviel kosten). Leider bisher nur mit 5V Eingangsspannung. http://www.micrel.com stellt z.B. solche Chips her. Vielleicht ja eines Tages auch mit 12V-Eingang.
Realistisch gesehen dürfte es sich lohnen, wenn ein Chiphersteller einen Chip entwickelt mit: 10 bis 16V rein, Synchrongleichrichter, Schaltregler mit 90%+ Effizienz und auch wieder Synchrongleichrichter am Ausgang und integrierter KSQ. Der nächste Schritt wäre es dann, das ganze mit im LED-Gehäuse unterzubringen...
So ein Chip könnte sicher für 2 bis 3 U$D verkauft werden, denn außer 12V und LED ist ja dann nix mehr notwendig (naja, vielleicht noch 1-2 kleine Elkos)
Wenn man nur bis zu ca. 1V zu verheizen hat, dann denke ich wird fast immer eine lineare Low-Drop-KSQ die effizentere Wahl sein. Bei Einer LED an 3 Eneloops z.B. macht eine getaktete KSQ gar keinen Sinn, wenn man nie vergisst die Lampe abzuschalten, dann reicht eigentlich auch ein Widerstand. Ein Tiefentladeschutz wäre allerdings schon schön.
Einen Wirkungsgrad von 71% halte ich für nicht sehr ungewöhnlich, vermutlich ist ja auch noch ein Brückengleichrichter vorgeschaltet, auch der verbrät noch ein wenig, dann noch der shunt zum Messen und das was da übrig bleibt ist dann noch das was der Schaltregler selbst verbrät.
Die besten neuesten und effizientesten Schaltregler bringen es auf bis zu 96% Wirkungsgrad, allerdings nur in einem ganz kleinen Bereich, allerdings meist ein sehr ählicher, wie er gegeben ist, wenn man 3,xV @ 700 mA aus 12V machen will. Ich meine gelesen zu haben, dass auch sehr viel von der Drossel abhängt.
Und vermutlich sind die Verluste der Gleichrichterdiode am Ausgang bei diesen Angaben auch immer unterschlagen. (Allerdings gibt es einige Typen mit integriertem Synchrongleichrichter)
Die Realität ist vermutlich tatsächlich genau so enttäuschend, wie Du es ausgemessen hast, allerdings nicht nur bei Lumitronix, sondern fast überall. Diese KSQs sind auf geringen Preis, bzw. passables Preis/Leistungsverhältnis und nicht optimalen Wirkungsgrad optimiert, das würde sie ca. 1-1,50 Euro teurer machen. (1,50 Euro teurer, wenn auch der Eingangsgleichrichter ein Synchrongleichrichter aus MOSFET-Transistoren wird)
Es gibt --- mit einem 10.000er-Preis von $ 1,50 extrem günstige --- Schaltregler mit bis 1,5 A, die sogar die Induktivität mit im Chip haben. (Allein die kann u.U. schon soviel kosten). Leider bisher nur mit 5V Eingangsspannung. http://www.micrel.com stellt z.B. solche Chips her. Vielleicht ja eines Tages auch mit 12V-Eingang.
Realistisch gesehen dürfte es sich lohnen, wenn ein Chiphersteller einen Chip entwickelt mit: 10 bis 16V rein, Synchrongleichrichter, Schaltregler mit 90%+ Effizienz und auch wieder Synchrongleichrichter am Ausgang und integrierter KSQ. Der nächste Schritt wäre es dann, das ganze mit im LED-Gehäuse unterzubringen...
So ein Chip könnte sicher für 2 bis 3 U$D verkauft werden, denn außer 12V und LED ist ja dann nix mehr notwendig (naja, vielleicht noch 1-2 kleine Elkos)
Wenn man nur bis zu ca. 1V zu verheizen hat, dann denke ich wird fast immer eine lineare Low-Drop-KSQ die effizentere Wahl sein. Bei Einer LED an 3 Eneloops z.B. macht eine getaktete KSQ gar keinen Sinn, wenn man nie vergisst die Lampe abzuschalten, dann reicht eigentlich auch ein Widerstand. Ein Tiefentladeschutz wäre allerdings schon schön.
- Achim H
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Aber es gibt andere Hersteller, die sowas oder zumindest mit 4 zusätzlichen Bauteilen bereits realisiert haben. Auch die Eingangsspannung ist deutlich größer.Es gibt --- mit einem 10.000er-Preis von $ 1,50 extrem günstige --- Schaltregler mit bis 1,5 A, die sogar die Induktivität mit im Chip haben. (Allein die kann u.U. schon soviel kosten). Leider bisher nur mit 5V Eingangsspannung. http://www.micrel.com stellt z.B. solche Chips her. Vielleicht ja eines Tages auch mit 12V-Eingang.
Beispiel (UB: 9 bis 36V, IAus: bis 1 Ampere einstellbar, konstant + PWM, Effizienz: bis 96% (typ. 93%)):

Quelle: http://www.pressebox.de/pressemeldungen ... 62075.html
Pressetext von Macroblock: http://www.mblock.com.tw/en_news_templa ... leasr.html
Datenblatt existiert noch nicht, dafür ist das Teil noch zu neu (gerade 2 Tage alt).
Nachtrag:
Die Bezeichnung ist etwas verwirrend. Das IC heißt MBI 6651 und nicht MB1 6651 (Lücke wegdenken).
Den größeren Bruder (MBI6650, gleiche Funktionen jedoch mit max. 1,2A am Ausgang) gibt es hier als Datenblatt: http://www.datasheetarchive.com/pdf-dat ... -38478.pdf
mfg Achim
